Inklusion, Bürgerversicherung, Grundeinkommen – mein Wunschzettel zur Bundestagswahl

Gestern Morgen habe ich in einem einschlägigen feministischen Online-Magazin gelesen, dass die allermeisten Frauen zu bescheiden sind. Und aus diesem Grund bekommen sie auch nicht das, was sie wollen. Ob das nun eine Gehaltserhöhung ist, eine faire Arbeitsteilung mit dem Partner oder einen freien Abend pro Woche. Insgeheim finden  sie nämlich offenbar, dass es ihnen nicht zustehe, etwas zu fordern. Na Mädels, erkennt ihr euch wieder?

Vielleicht liegt es daran, dass ich mit drei Männern zusammenlebe, von denen zumindest die zwei kleinen sehr, sehr willensstark sind. Wer da als Elternteil nicht auch ab und an mal fordert, geht unter! Deshalb bin ich im Fordern vielleicht etwas geübter als andere. Was natürlich trotzdem nicht heißt, dass ich immer bekomme, was ich will. Aber das ist eine andere Geschichte…

Wie ihr alle wisst, ist am kommenden Sonntag Bundestagswahl. Eine gute Gelegenheit, dachte ich, das mit dem Fordern nochmal zu üben. Nur so zur Sicherheit. Nicht, dass ich mir einbilde, dass das ausreicht, um etwas zu verändern. Natürlich ist mir klar, dass ich selbst aktiv werden muss und nicht nur auf „die da oben“ schimpfen darf. Aber das Fordern hilft mir dabei, meinen Kopf mal so richtig klar zu kriegen: Was erwarte ich eigentlich von der Politik? Was kann ich selbst dazu beitragen, wo liegen meine Grenzen? Und was will ich auf jeden Fall verhindern?

Wenn es euch interessiert, zu welchen Schlüssen ich dabei gekommen bin, voilà:

Mein „Wunschzettel“ an die Politik

Stichwort: „Willkommenskultur“: Nachdem ich letzte Woche eine gruseliges Erlebnis in der Bahn hatte, als eine alte Frau einen Mann massiv angemacht hat und außer mir alle wie gebannt in ihr Smartphone starrten und nichts sagten, liegt mir das hier besonders am Herzen: Ich will, dass Deutschland ein offenes Land bleibt! Offen für Menschen, die hier Schutz suchen, die hier arbeiten wollen, ja, und auch für die, die hier schlicht mehr Chancen für sich sehen als in ihrer Heimat. Auch wenn dort kein Krieg herrscht. Wer zum Teufel sind wir denn, dass wir uns einbilden, unseren Wohlstand nicht teilen zu müssen!

Stichwort „Inklusion“: Ich wünsche mir ein Bildungssystem, das jedem Kind eine Chance gibt. Ganz egal, ob es Deutsch als Muttersprache gelernt hat oder nicht, ob seine Eltern Ärzte sind, Maurer oder weiß der Henker was. Und natürlich liegt es mir ganz besonders am Herzen, dass Kinder mit Behinderung ganz selbstverständlich dazugehören. Und nicht in irgendwelchen separaten Einrichtungen untergebracht sind. Denn jeder Mensch hat der Gemeinschaft etwas zu geben, ganz egal, wie seine individuellen Voraussetzungen sind. Ganz wesentlich dafür, dass so ein Bildungssystem funktionieren kann, sind in meinen Augen folgende Punkte:

  • Ein Lehramtsstudium bzw. eine Erzieherausbildung, die angehende Pädagogen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Vorausetzungen der Kinder wirklich vorbereiten;
  • eine viel, viel bessere Ausstattung der Kindergärten und Schulen an Personal, und zwar nicht nur an Lehrern, sondern auch an Sonderpädagogen, Sozialpädagogen und Sprachfachkräften;
  • ein verpflichtendes und selbstverständlich kostenloses letztes Kindergartenjahr. Ja, ich weiß, manche Eltern wollen ihre Kinder nicht schon mit einem Jahr in eine Einrichtung geben. Zumindest aber das letzte Jahr vor der Schule sollte in meinen Augen für alle verpflichtend sein. Weil es manche Kinder sonst einfach nicht schaffen, das nachzuholen, was sie bis dahin verpasst haben, zum Beispiel Sprachkenntnisse, die eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen sind.

Stichwort „Arbeiten“: Der Arbeitsmarkt in Deutschland, so wie er heute ist, bevorzugt genau eine Art von Arbeitnehmer: Den Vollzeit-arbeitenden Angestellten, der 40 Jahre lang brav in die Rentenkasse einzahlt und möglichst keine Lücken im Lebenslauf hat. Sorry, aber das halte ich für eine gehörige Ungerechtigkeit! Denn so viele Menschen bleiben dabei auf der Strecke: Eltern (vor allem Mütter), die in Teilzeit oder auch gar nicht „arbeiten“, weil sie den Großteil der unbezahlten Familienarbeit stemmen, 450-Euro-Jobber und kleine Selbstständige, die keinerlei soziale Absicherung haben und erst recht nichts übrig für eine private Altersvorsorge, junge Leute, die sich von einem befristeten Arbeitsvertrag zum nächsten hangeln. Wie man diese Situation ändern kann? Diese Ideen wären zumindest mal ein Anfang:

  • Eine Bürgerversicherung, die endlich Schluss machen würde mit diesem Irrsinn von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen und die alle, also auch Selbstständige, Beamte, Minijobber, Familienarbeitleister und all diejenigen, die bislang durchs soziale Netz fallen, einbeziehen würde;
  • ein bedingungsloses Grundeinkommen, das jedem Menschen auch in Lebensphasen, in denen er nicht so viel Erwerbsarbeit leisten kann, eine würdige Existenzgrundlage bietet;
  • das gesetzliche Recht für alle Teilzeitangestellten, irgendwann wieder in Vollzeit arbeiten zu können, wenn dies denn gewünscht wird;
  • wirklich flexible Arbeitszeiten und Homeoffice. Ja, ich weiß, das ist eine alte Leier. Wer aber schon mal die Erfahrung gemacht hat, wie schnell die Kinderkrankentage jedes Jahr aufgebraucht sind und wie schwierig es ist, verlorene Stunden nachzuarbeiten, wenn ein Kind mal wegen Fieber früher aus der Kita abgeholt werden muss, der weiß, wovon ich rede.

Stichwort „Umweltschutz“: Ob in der Kindererziehung oder im „richtigen“ Leben, Verbote sind genauso wenig sinnvoll wie Belohnungen und Strafen. Aber es gibt ein paar Punkte, da würde ich gerne eine Ausnahme machen, so sehr bringen sie mich in Rage:

  • Coffee-to-go-Becher: Die würde ich gerne augenblicklich verbieten. Jeden Tag frage ich mich, wie Menschen es als Genuss empfinden können, im Verkehrsgetümmel oder in der überfüllten Bahn lauwarmen Kaffee aus einem Pappbecher zu trinken. Haben die nicht 5 Minuten Zeit, um sich hinzusetzen, zu Hause oder meinetwegen auch an einer Bar? Und wenn schon unterwegs, dann doch bitte mit einem Mehrwegbecher! Die Vorstellung, dass unsere Kinder mal Mikroplastik im Trinkwasser haben werden, weil wir heute diesen dämlichen Trend mitmachen müssen, macht mir wirklich Angst.
  • Verkehr in der Innenstadt: Stuttgart hat ein gut ausgebautes und zuverlässiges Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln. Trotzdem stauen sich Tag für Tag Tausende von Autos durch die Straßen. Ich rede jetzt nicht von denen, die außerhalb wohnen und zig mal umsteigen müssten, um zur Arbeit zu kommen. Sondern von denen, die einfach keine Lust haben auf die Öffis und denen es offenbar schnurzpiepsegal ist, dass wir Feinstaub-Welt-Hauptstadt sind. Wenn sogar schon die Gerichte entscheiden, dass die Gesundheit von Menschen über die Freiheit des Einzelnen gehen, dann sehe ich Fahrverbote wirklich als letzte Chance.

Und, wie seht ihr das? Was wünscht ihr euch von der zukünftigen Bundesregierung?

 

Ungeduld ist keine Tugend

Vor kurzem las ich tatsächlich auf einem Wahlplakat den Spruch „Ungeduld ist auch eine Tugend“ und musste mich fast wegschmeißen vor Lachen. So etwas Abgedroschenes hatte ich wirklich seit Jahren nicht mehr gelesen.

Meine aktuelle Lebenssituation beweist mir im Übrigen gerade jeden Tag das Gegenteil: Ohne Geduld geht gar nix! Und dann würde ich noch hinzufügen: Und ohne Vertrauen erst recht nicht.

Leider mangelt es mir an beidem häufig, obwohl mir bewusst ist, dass Gras nicht schneller wächst, wenn man daran zieht. Wie heißt es doch so schön: „Alles hat seine Zeit“…

Blöd nur, wenn die so rein gar nicht zu den eigenen Erwartungen und Vorstellungen passt!

So geht es mir zum Beispiel gerade mit Paul. Seit Monaten schon hat er sich, zumindest motorisch, nicht weiterentwickelt. Seit er gelernt hat, sich hinzusetzen, tut sich in diesem Bereich nix mehr. Wie ein kleiner Buddha sitzt er auf dem Boden, beobachtet das Geschehen und brabbelt vor sich hin. Keinerlei Anstalten, zu robben oder gar zu krabbeln. Dabei ist er fast 18 Monate alt und damit auch für ein Kind mit Down-Syndrom eher langsam.

Aber was sollen wir machen? Ihm vormachen, wie krabbeln geht? Haben wir heute Morgen echt versucht, aber mal ehrlich, traue ich mich etwa einen Kopfstand zu machen, nur weil meine Nachbarin auf der Yogamatte neben mir das tut? Oder spreche ich fließend Portugiesisch, wenn ich den Ganzen Tag Bossa-Nova-Musik höre? Eben! Zum Lernen gehört eben mehr als Nachmachen. Echte Motivation zum Beispiel und natürlich gewisse körperliche Voraussetzungen. Das ist bei Kindern nicht anders als bei Erwachsenen.

Leider vergesse ich das im Alltag immer wieder und frage mich dann allen Ernstes, ob ich jemals wieder die Gelegenheit haben werde, zu frühstücken, ohne dieselbe, halb verdaute Scheibe Brot zigmal vom Boden aufzuheben oder einen zappelnden Kinderpopo auf eine Toilette zu setzen, um ihn keine zwei Minuten wieder herunterzuholen. Ob ich eines Tages mit zwei erwachsenen, einigermaßen sozial kompatiblen Söhnen am Tisch sitzen darf, die ganze Sätze sprechen, Messer und Gabel bedienen können und sich alleine die Schuhe anziehen. Schön wäre das jedenfalls!

 

 

Minimalismus in Kopf – wie wir uns mit Notlügen und Schwindeleien das Leben unnötig kompliziert machen

Mein dreijähriger Sohn bringt mich immer wieder in Situationen, die mich mal kurz schlucken lassen. So wie vor ein paar Tagen, als wir draußen vorm Bäckerladen bei Brezel und Kaffee auf einer Mauer saßen. Kaffee für mich und Brezel für die Jungs. Eine für beide wohlgemerkt, denn das Mittagessen lag noch nicht lange zurück.

Da kam eine weitere Familie mit zwei Kindern aus dem Laden, jedes ein süßes Franzbrötchen mampfend. Mein Sohn starrte die beiden an und ich befürchtete schon einen Wutanfall, weil er nun sicher auch so ein Franzbrötchen haben wollte. Aber er meinte nur: „Mama, warum sind die Kinder denn soo dick?“ Er war ehrlich erstaunt, denn dicke Kinder (und diese waren wirklich übergewichtig) kannte er bislang nicht.

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie ich mich in diesem Moment gefühlt habe. Mir war die Situation ehrlich unangenehm, denn sowohl die Kinder als auch ihre Eltern mussten einfach gehört haben, was er gesagt hatte. Andererseits hatte er nur die Wahrheit gesagt, eine ganz offensichtliche noch dazu. Kein Grund also, böse auf ihn zu sein oder gar mit ihm zu schimpfen, wie ich fand.

Wohlwissend, dass die Eltern nun auch meine Antwort hören würden, sagte ich also einfach: „Ich weiß es nicht, mein Schatz. Vielleicht haben sie zu viel gegessen.“

„Bestimmt haben die gaanz viel Eis gegessen“, meinte daraufhin mein Sohn. „Mhmm…“

Nun war diese kleine Szene nicht das erste Mal, dass mich mein Sohn durch seine kindliche Ehrlichkeit in Verlegenheit gebracht hatte. Meine tschechische Freundin, die sehr gut, aber mit Akzent Deutsch spricht,  hatte er gefragt, warum sie denn so komisch sprechen würde. Einen jungen Typen mit Vollbart in der Bahn bezeichnete er als „Opa“.

Klar hätte ich ihm bei jeder dieser Gelegenheiten widersprechen können oder die Situation mit einer Bemerkung wie „aber sie spricht doch ganz toll!“ etwas abmildern können. Ich tat es aber nicht. Weil ich finde, dass man mit der Wahrheit eigentlich nie falsch liegt.

Dabei sind sogenannte „Notlügen“ so allgegenwärtig, dass man ihnen kaum entkommen kann. Und ich muss zugeben, dass auch ich mich schon öfters mal dabei ertappt habe, irgendeinen Mist zu erzählen. Weil es mir in diesem Moment einfacher erschien, ich einen Konflikt vermeiden wollte oder selbst besser dastehen wollte. Kennt ihr das auch?

„Tut mir leid, Süßer, das Eis ist leider ausverkauft!“

„Sorry, ich kann heute doch nicht, habe Magen-Darm.“

„Nee, echt? Mir ist gar nicht aufgefallen, dass du zugenommen hast!“

Aber tun wir uns mit solch faulen Ausreden wirklich einen Gefallen? Ich finde nicht! Und genau deshalb habe ich irgendwann einmal beschlossen, damit aufzuhören. Und das klappt erstaunlich gut und ist soo eine Erleichterung! Denn statt mir überlegen zu müssen, was ich Person x y irgendwann mal erzählt habe und mich dabei in peinlichen Widersprüchen zu verstricken, bleibe ich einfach bei der Wahrheit. Auch wenn das zugegebenermaßen manchmal ungemütlich ist.

„Nein, heute will ich dir kein Eis kaufen.“

„Sei mir nicht böse, aber ich habe keine Lust, ins Kino zu gehen. Ich würde lieber zu Hause bleiben und lesen.“

„Stimmt, du hast etwas zugenommen. Stört es dich denn?“

Ihr glaubt gar nicht, wie viel einfacher mein Leben dadurch geworden ist! Für mich ist das ein Stück Minimalismus im Kopf, denn ich muss mir viel weniger merken.

Abgesehen davon fühlt es sich für mich einfach besser an, insbesondere meinen Kindern gegenüber. Denn sie verstehen immer mehr von dem, über was wir Erwachsenen uns unterhalten und machen sich so ihr eigenes Bild von der Welt. Und in dieses Bild gehören meiner Meinung nach weder faule Ausreden noch einen Osterhasen und vor allem keine Mama, die dem Papa dieses und der Freundin dann etwas ganz anderes erzählt.

Oder wie handhabt ihr das so?

 

Voll verzuckert! Das Dilemma mit den Süßigkeiten

Wer hier öfters mitliest weiß, dass ich es liebe, Rezepte mit euch zu teilen. Und auch, dass die immer zuckerfrei sind. Weil ich Zucker für eine ziemlich fiese Sache halte und ihn – zumindest zu Hause – komplett aus unserem Familien-Speiseplan gestrichen habe. Obwohl ich Süßkram liebe. Warum ich bei diesem Thema so streng bin, will ich euch heute erklären. Und auch ein kleines Rezept wird es wieder geben. Natürlich zuckerfrei 😉

 

Selbst ein Zuckerjunkie…

Um es gleich mal vorweg zu nehmen. Ich war ein richtiges Toastbrot- und Nutella-Kind. Statt Wasser trank ich viele Jahre lang nur süße Limo und auch sonst gab es bei mir zu Hause keinerlei Einschränkungen, was den Konsum von Zucker oder Süßigkeiten betrifft. Lange Zeit habe ich mir darüber auch keine Gedanken gemacht, denn ich war trotz allem immer sehr schlank und kam gar nicht erst auf die Idee meine diversen gesundheitlichen Probleme (Akne, periorale Dermatitis, Rheuma mit 20, Schlafstörungen etc.) auf meinen Zuckerkonsum zurückzuführen. Das kam erst später, als ich von zu Hause auszog, andere Ernährungsgewohnheiten und -Glaubenssätze kennenlernte und zum ersten Mal selbst dafür verantwortlich war, was auf meinem Teller landete.

Umdenken in der Schwangerschaft

So richtig fiel der Groschen aber erst in meiner zweiten Schwangerschaft, als meine Frauenärztin bei einer Routineuntersuchung eine schwere Schwangerschaftsdiabetes diagnostizierte. Fälschlicherweise, wie sich später herausstellte. Aber die 14 Tage Schockstarre genügten mir, um mich endlich einmal intensiv mit dem Thema „Zucker“ auseinanderzusetzen. Wegweisend war für mich dabei der Film „Voll verzuckert“ , der mir zum ersten Mal die Tragweite unseres extremen Zuckerkonsums vor Augen führte. Schaut ihn euch am besten selbst an, wenn ihr ihn noch nicht kennt, er ist wirklich spannend!

Ich bin nun keine Ernährungswissenschaftlerin, aber ein paar interessante Fakten zum Thema „Zucker“ möchte ich trotzdem gerne mit euch teilen:

  1. Zucker macht süchtig! Zucker hat auf unser Gehirn in etwa die gleich Wirkung wie Kokain. Und wenn man einmal süchtig ist, ist es nahezu unmöglich, ohne Komplettverzicht wieder zu einem „normalen“ Konsum zurückzukehren. Wenn wir Süßigkeiten essen, steigt unser Blutzuckerspiegel rasant an, fällt aber genauso rasant wieder ab. Das liefert uns keine Energie, sondern führt zu einem Teufelskreislauf, denn unser Körper braucht immer wieder Zuckernachschub. Wie das genau funktioniert und welche Alternativen zu Zucker es gibt, könnt ihr zum Beispiel hier nachlesen.
  2. Ein übermüßiger Zuckerkonsum kann auf Dauer schwere Erkrankungen wie , Fettleibigkeit, Diabetes und Fettleber zur Folge haben. Mehr Infos dazu findet ihr zum Beispiel hier.
  3. Zucker ist ein Nährstoffräuber. Er entzieht unserem Körper B-Vitamine und Mineralstoffe, was nicht nur Zähne und Knochen schwächt, sondern mit den Jahren den gesamten Organismus. Der Wiener Arzt Georg Weidinger, der sich unter anderem auf Traditionelle chinesische Medizin spezialisiert hat, beschreibt die Wirkung von Zucker folgendermaßen:„… was also geschieht, wenn man sehr viel Zucker isst … Der Körper hat dauerhaft Stress und zeigt das durch viele Faktoren wie hohen Blutdruck, hohe Blutfette, Fettleibigkeit, Diabetes Mellitus Typ II, …, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herz-Kreislauferkrankungen und, und, und.“ (Die Heilung der Mitte, S. 214)
  4. Einige Studien stellen einen Zusammenhang zwischen einem hohen Zuckerkonsum und Alzheimer fest. Auch Hyperaktivität bei KIndern wird oft in Zusammenhang mikt einem hohen Zuckerkonsum gebracht.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Aber, worum es mir hier eigentlich geht ist folgendes:

Wie schaffe ich es, meine Kinder vom Zucker fernzuhalten?

Leider muss ich euch gestehen, dass auch ich das nicht komplett nicht schaffe. Zucker ist einfach zu allgegenwärtig und gesellschaftlich immer noch weit akzeptiert. Spätestens seit mein Großer in den Kindergarten geht, habe ich die Kontrolle über seinen Zuckerkonsum ein Stück weit verloren. Muffins hier, Wackelpudding dort und immer wieder zuckersüße Geburtstagstüten. Klar, dass da kein Kind widerstehen kann.

Bei meinem Kleinen habe ich glücklicherweise noch etwas mehr Kontrolle, weil es in seiner Krippe – wie in den meisten Einrichtungen für Unter-Dreijährige – keinerlei Zucker oder Süßigkeiten gibt. Komisch, oder, als wäre Zucker für Über-Dreijährige plötzlich kein Problem mehr. Na ja, momentan ist also noch alles im grünen Bereich und er ist glücklich und zufrieden, wenn er an einem Pfirsich lutschen darf. Und darüber bin ich heilfroh, denn wie viele Kinder mit Trisomie 21 ist auch Paul ein leidenschaftlicher Esser, der nur schwer zu stoppen ist.

Umso wichtiger ist es mir bei ihm, gesunde Essgewohnheuten zu etablieren. Denn in den ersten drei Lebensjahren wird das Geschmacksempfinden für das gesamte Leben ausgebildet . Kinder, die sich dann schon an die unnatürliche Süße von Fruchtjoghurt, Schokoriegel und Co. gewöhnt haben, werden es ihr Leben lang schwer haben, die natürliche Süße von Früchten, Trockenfrüchten als „süß genug“ zu empfinden.

„Schwer haben“ bedeutet aber zum Glück nicht, dass das unmöglich ist. Ich selbst habe wie gesagt erst vor etwa zwei Jahren Zucker komplett aus meinem Speiseplan gestrichen und nach einer kurzen Umstellungsphase empfinde ich normale Süßigkeiten mittlerweile als geradezu eklig süß. Eine Ausnahme mache ich hin und wieder bei Kuchen. Aber nur selbstgebackenen, der hier im Schwabenland zum Glück eh nicht soo süß ist. Ansonsten gilt bei uns die Regel: Zu Hause nur selbst gemachte Süßigkeiten aus Früchten, Trockenfrüchten oder auch mal etwas Honig, aber auch die nur in sehr kleinen Mengen. Unterwegs oder bei anderen dürfen die Kinder hingegen alles probieren. Anders lässt sich in meinen Augen Frust und Futterneid nicht vermeiden. Hier setze ich einfach langfristig auf meine Vorbildfunktion.

Puh, dieser Post ist wirklich lang geworden. Das Thema liegt mir einfach sehr am Herzen. Ich weiß nicht, wie ihr es handhabt mit den Süßigkeiten, das würde mich wirklich interessieren! Ach ja, und fast hätte ich es vergessen, ein „Rezept“ wollte ich ja auch noch mit euch teilen. Dabei handelt es sich schlicht um meine persönlichen „Notfallbonbons“, wenn mich die Lust auf Süßes übermannt. Sie bestehen aus zwei Zutaten und sind so lecker, dass ich selbst eine bekennende Zuckerjunkie-Freundin vor kurzem damit begeistern konnte.

Dattelbonbons mit Mandelmus

Zutaten: Medjool-Datteln (oder andere, die sind einfach besonders weich und süß)

Mandelmus (alternativ Erdnussmus, Kokosmus, Sesammus oder was immer ihr gerne mögt. Achtet nur darauf, dass es zu 100% aus Nuss besteht und kein Salz oder Zucker zugefügt ist)

Die Datteln in der Mitte aufschneiden und mit so viel Nussmus füllen, wie ihr wollt. Bei mir darf es richtig viel sein 🙂 Datteln sind zuckersüß und sollten daher nur in Maßen gegessen werden. Aber im Gegensatz zu Haushaltszucker enthalten sie noch viele wertvolle Mineralien wie Eise, Kalzium und Mangnesium. Nüsse stecken voller gesunder Fette, die gut fürs Herz und Hirn sind. Sie machen also satt, glücklich, schlau und schön. Ist das nicht großartig?

 

Tu doch einfach, was du willst!

Vor kurzem saß ich mit einer Freundin im Café. Sie erzählte mir, dass sie in Zukunft nur noch die Dinge tun wolle, auf die sie wirklich Lust hat. Großartig, dachte ich, dass sie das durchziehen kann. Aber mit Kindern ist das wohl kaum möglich.

Irgendwie ließ mich die Idee aber nicht mehr los und ich fragte mich, ob da mehr dahinter steckt als der Wunsch nach einem Leben ohne jegliche Pflichten. Denn das ist ganz sicher nicht das, was meine Freundin meint. Schließlich hat sie einen Job, und ich kenne sie als zuverlässige und verbindliche Person. Nein, es ging ihr um etwas anderes. Und zwar darum, wieder mehr ihrem Bauchgefühl zu vertrauen, ihrer Intuition. Denn die sagt uns in der Regel recht zuverlässig, was uns gerade gut tut und was nicht.

Bei mir besteht leider oft eine ziemliche Diskrepanz zwischen dem, was mir mein Bauchgefühl sagt und dem, was andere von mir erwarten. Oder ich selbst. Ich will euch ein paar Beispiele nennen. Vielleicht kommt euch das eine oder andere ja bekannt vor.

Bauchgefühl: Mehr als 20 Stunden Arbeit ist gerade echt nicht drin. Das schaff ich nicht!

Andere (in diesem Fall die Medien): Teilzeitfalle! Das endet ganz sicher in der Altersarmut.

Bauchgefühl: Auch ein behindertes Kind braucht mal eine Pause. Ein ganz „normales“ Familienleben mit Vorlesen, Kuscheln, Spielplatz und Co. reicht doch als Frühförderung aus!

Andere (In diesem Fall der Kinderarzt): Als Eltern haben sie die Verantwortung dafür, dass Ihr Kind gut sprechen lernt! Sie müssen besser werden als die Logopädin und die Übungen drei mal täglich wiederholen.

Bauchgefühl: Ich habe jetzt einfach keine Lust, mit meinem Dreijährigen Dinosaurier zu spielen. Ich will in Ruhe das Abendessen vorbereiten. Er kann doch auch mal alleine spielen.

Andere (in diesem Fall mein Über-Ich, das sich gerne mit anderen Eltern vergleicht): Du musst die Zeit mit deinen Kindern genießen. Sie werden so schnell groß. Und er war doch schon so lange im Kindergarten heute.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mich können solche Gedanken ganz schön runterziehen. Weil sie mir das Gefühl vermitteln, nicht gut genug zu sen. Als Angestellte, als Mutter, als Bloggerin…

Aber eigentlich glaube ich immer mehr, dass es nichts bringt, sich zu irgendetwas zu zwingen. Denn Dinge, auf die wir keine Lust haben, machen wir auch nur mittelmäßig, wenn überhaupt.

Ich finde es nun einmal öde, mit meinen Kindern Lego zu spielen und ich bin sicher, dass ich im Vergleich zu Gleichaltrigen sowieso eine lausige Spielkameradin bin. Dafür lese ich ihnen liebend gerne vor. Und das mache ich glaube ich auch ganz gut. Genauso gerne kuschele ich mit ihnen, wenn sie morgens in mein Bett kommen. Dafür nehme ich mir gerne Zeit. Und wenn ich einigermaßen ausgeschlafen bin, beantworte ich auch gerne die unzähligen „Warum-Fragen“ meines Großen. Das fordert mich zwar immer wieder selbst heraus, regt mich aber auch zum Nachdenken an. So wie vor kurzem: „Mama, warum ist der Paul denn soo lange klein?“

Ich glaube, wenn wir uns auf die Dinge konzentrieren, die uns am Herzen liegen und die wir gerne tun, folgen wir auch unseren Talenten. Vielleicht kann man sogar sagen, unserer Bestimmung. Und tun damit uns selbst und der ganzen Welt einen Riesen-Gefallen. Denn niemand braucht halbherzige Vorleser, mittelmäßige Köche oder lustlose Angestellte. Stattdessen braucht diese Welt Menschen, die in das, was sie tun, ihr  Herzblut stecken. Denn dann ist jeder Beitrag, sei es nun die selbst ausgedachte Geschichte am Abend, das tolle Menue für die besten Freunde oder der gut recherchierte Zeitungsartikel ein Gewinn für alle. Oder wie sehr ihr das?

 

Kochen nur für mich allein? Ja, ja, ja!

Weil meine Kinder vormittags in der Kita sind, ich aber (noch) nicht wieder in meinem alten Bürojob arbeite, bin ich mittags in der Regel allein zu Hause. Zum Glück kann ich das auch genießen, schließlich geht der Trubel spätestens um drei wieder los und dann ist Schluss mit der Ruhe.

Was mir aber nach wie vor schwer fällt, ist, es zu genießen, alleine zu essen. Irgendwie finde ich immer, dass die schöne Paprika oder der knackige Salat im Kühlschrank doch zu schade dafür sind, dass ich sie nur für mich selbst zubereite. Deshalb mache ich mir manchmal nur schnell ein Brot oder esse die Müslireste vom Morgen. Kommt euch das bekannt vor?

Wenn ja, dann packt diese Gewohnheit am besten sofort in die Mottenkiste! Da gehört sie meiner Meinung nach nämlich hin. Denn wer gut für andere sorgen will, der muss zuallererst einmal gut für sich selbst sorgen. Das nennt man Selbstliebe und eine gute Portion davon sollte sich jede Mama (und jeder Papa) unbedingt gönnen! Sich selbst etwas Leckeres und Gesundes zum Essen zu machen ist ein erster Schritt. Und weil mir das eigentlich total einleuchtet, habe ich mir heute Mittag mal ein schnelles, aber lecker cremiges Püree aus weißen Bohnen mit gebratener Paprika gemacht. Das war weder kompliziert noch zeitaufwändig. Aus gerade einmal zwei Grundzutaten und ein paar Gewürzen hatte ich so innerhalb von zehn Minuten ein leckeres und gesundes Mittagessen. Soll ich euch verraten wie?

Ein paar Tricks vorweg…

Spontanes Kochen ist übrigens viel einfacher, wenn ihr euch angewöhnt, ein paar Grundvorräte immer zu Hause zu haben. Bei uns sind das zum Beispiel folgende:

  • frisches Gemüse und Obst der Saison (kommt einmal pro Woche in Form einer Biokiste zu uns nach Hause)
  • schnell kochende Getreideprodukte wie Couscous, Hirse, Buchweizen, Vollkornnudeln
  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, weiße, schwarze oder rote Bohnen (getrocknet und im Glas)
  • hochwertige Pflanzenöle (Olivenöl, Kokosöl, Sesamöl etc.)
  • frische und getrocknete Kräuter und Gewürze

Wenn ihr am Wochenende Zeit habt, kocht doch mal einen größeren Vorrat an Naturreis, Hirse oder Hülsenfrüchten vor. Unter der Woche könnt ihr das dann einfach mit  frischem Gemüse, Öl, Salz und Pfeffer mischen und habt so in wenigen Minuten ein leckeres und gesundes Essen parat.

Nun aber zu meinem Mittagessen, das so einfach ist, das ist mich schon frage, ob ich es wirklich als Rezept bezeichnen kann…

Weißes Bohnenpüree mit Paprika

#hummus; #vegan; #paprika; #Hülsenfrüchte; #cleaneating

Zutaten:

1 Glas weiße Bohnen (am besten in Bioqualität, da sonst oft Zucker oder andere unnötige Zusatzstoffe enthalten sind)

1 Paprika

gutes Olivenöl

ein paar Blätter Basilikum

Salz, Pfeffer, Kumin, Hefeflocken (optional)

Für das Püree werden die Bohnen inklusive der Flüssigkeit aus dem Glas zusammen mit Salz, Pfeffer, Hefeflocken und Kumin in einem Standmixer gemixt, bis die Konsistenz schön sämig ist. Ein Pürierstab tut es genauso. Die Hefeflocken geben einen etwas „käsigen“ Geschmack, den ich persönlich sehr mag und stecken zudem voller B-Vitamine. Ihr könnt sie aber auch weglassen. Überhaupt dürft ihr das Püree natürlich so würzen, wie es euch am besten schmeckt. Zum Beispiel mit Curry oder Paprika statt Kumin. Oder ihr mixt einen Löffel Sesammus dazu. Statt der weißen Bohnen passen auch Kichererbsen. Dann habt ihr ein klassisches Hummus.

Die Paprika in Streifen schneiden und in einer Pfanne mit reichlich Olivenöl anbraten. Dann mit Salz und Pfeffer würzen und mit ein paar Blättchen Basilikum bestreuen. Basilikum schmeckt übrigens nicht nur lecker frisch, sondern gilt auch als antibakteriell. Zudem soll er sogar gegen Stress wirken. Also wie gemacht für Eltern, wie ich finde 😉

Das Pürree zusammen mit den gebratenen Paprika auf einem Teller schön anrichten und genießen. Es schmeckt übrigens auch kalt noch sehr gut. Guten Appetit!

Melken, reiten, Traktor fahren – Familienferien auf dem Bauernhof

Die letzten Wochen war es ruhig hier auf dem Blog. Wir haben Urlaub gemacht. Auf einem Bauernhof. In Österreich. Das hört sich für einige von euch vielleicht nicht sonderlich spektakulär an. Für uns war es allerdings Erholung pur! Warum, das möchte ich euch heute erzählen.

Das letzte Jahr war anstrengend. Ein neues Baby bedeutet ja immer, dass man sich als Familie neu organisieren muss. Durch Pauls Behinderung kamen dann aber noch ein paar mehr Herausforderungen auf uns zu, mit denen wir nicht gerechnet hatten und die uns erst einmal ganz schön viel Kraft gekostet haben. Grund genug für uns, dieses Jahr ein Urlaubsziel zu wählen, das

  • a) gut und unkompliziert erreichbar ist und
  • b) an dem unsere Kinder zeitweise betreut werden können.

Zugegeben, erst haben wir an einen All-Inclusive-Cluburlaub gedacht, aber beim Recherchieren wurde mir schnell klar, dass das nicht zu uns passt. Allein der Gedanke an singende Animatoren, Aerobic am Pool und Massenabfertigung am Büffet ist mir ein Graus. Nein, da musste eine andere, individuellere Lösung her.

Und die fand sich dann dank der überaus herzlichen Mail von Familie Auernig aus Obervellach in Kärnten, die auf ihrem Bauernhof drei schöne Wohnungen an Feriengäste vermietet. Um die Kinderbetreuung sollten wir uns mal keine Gedanken machen, schrieben sie mir, auf einem Bauernhof gäbe es schließlich immer etwas zu tun. Das Argument zog, ich buchte. Auch wenn ich mir mein dreijähriges Großstadtkind, das Angst vor Tauben hat, aber jedes Motorrad am Sound erkennt, irgendwie nicht so recht beim Melken vorstellen konnte….

Aber es kam anders. Schon am ersten Tag freundete sich Benedikt mit dem etwas älteren Bauernsohn an und von nun an sahen wir ihn eigentlich nur noch sporadisch. Er war viel zu beschäftigt damit, die Kaninchen zu füttern, beim Melken zuzuschauen oder die Berner Sennenhündin Bäri zu umarmen. Wir Erwachsenen machten es uns währenddessen auf dem riesigen Balkon gemütlich, spielten eine Runde Federball oder  genossen das üppige Bauernhof-Frühstück mit selbst gebackenem Brot und hausgemachtem Joghurt.

#Bauernhof; #Kärnten; #Urlaub; #Familienurlaub
Blick vom Balkon
#Frühstück; #Bauernhof; #Kärnten
Bauernhoffrühstück

 

Nach ein paar Tagen ausgiebigem Faulenzen hatten wir dann aber doch Lust auf ein bischen mehr Action. Kein Problem in Kärnten! Praktisch hinter der Haustür begann ein Wanderweg, der durch die spektakuläre Groppensteinschlucht führte. Dort wandert man etwa 2,5 km über Treppen und Brücken und hat immer wieder sensationelle Ausblicke auf Wasserfälle mit bis zu 30 m Fallhöhe. Das animierte sogar Benedikt zum Wandern, der sonst lieber auf Papas Schulter durch die Landschaft getragen wird.

#Raggaschlucht; #Kärnten; #Österreich
Schluchtenwanderung

Fritz und Monika Auernig verleihen auch Fahrräder mit Kindersitz, mit denen man gemütlich und ohne größere Anstiege durch das Mölltal radeln kann. Wer es etwas  sportlicher angehen will, findet im Nationalpark Hohe Tauern natürlich auch anspruchsvollere Wanderwege und viele Klettermöglichkeiten. Die Auernigs bieten nach Absprache auch gerne geführte Wanderungen an.

Für uns waren Touren von 2-3 Stunden aber aber völlig ausreichend. Am liebsten mit einem Zwischenstopp auf einer Hütte, in der man sich mit so leckeren Kärntner Spezialitäten wie Kärnter Kasnudeln stärken kann. Ein absolutes Highlight war hier für mich übrigens die Alexanderhütte in Millstatt. Von dort hat man einen grandiosen Ausblick auf den Millstätter See, das Essen ist ein Traum und in der hauseigenen Sennerei wird außerdem noch der beste Bergkäse aller Zeiten verkauft. Vorsicht, wer noch weiterwandern will, sollte sich hier etwas zurückhalten ;-)

Als es mit der Zeit immer heißer wurde – Kärnten liegt immerhin ganz im Süden von Österreich – wollten wir aber nur noch ans Wasser. Und so verbrachten wir noch ein paar wunderschöne Bade- und Faulenztage im Strandbad Ferndorf am Millstätter See. Der Millstätter See ist übrigens der wasserreichste in ganz Kärnten und auch der tiefste. Daher ist das Wasser ganz schön kalt! Dafür ist es glasklar und hat Trinkwasserqualität. Für Paul war es trotzdem ein bisschen frisch, er zog es vor, am Rand zu sitzen und mit den Händen aufs Wasser zu schlagen 😉

#millstätter see; #millstatt; #Kärnten; #Döbriach; #Strandbad
Planschen am Millstätter See

Wer jetzt Lust bekommen hat, seinen nächsten Urlaub auf einem Bauernhof zu verbringen, dem kann ich nur zuraten! Kärnten ist mit dem Auto von Süddeutschland aus in 5-6 Stunden zu erreichen und bietet alles, was für mich einen perfekten Urlaub ausmacht: Berge, Wasser, Sonne und gutes Essen. Die Menschen sind unglaublich freundlich, nicht einmal hat sich jemand über unsere wilden und lauten Jungs beschwert! Eine Übernachtung bei Familie Auernig auf dem Bauernhof kostet 74 Euro, das Frühstück 8 Euro extra pro Erwachsenem. Milch von Bauernhofkuh Bregenz gibt es umsonst, ebenso Obst und Gemüse aus dem Garten. Die Ferienwohnungen sind etwa 70 qm groß und haben eine gut ausgestattete Küche und einen großen Balkon. Außerdem einen Fernseher und ein großes Bücherregal mit unzähligen Kinder- und Erwachsenenbüchern.

Mehr Infos findet ihr unter http://www.bioauernig.at/

Genießt den Sommer! Bis bald!