Paul legt los – unser Start ins Beikost-Abenteuer

Unglaublich, seit Pauls Geburt sind nun schon sechs Monate vergangen. Ein halbes Jahr! Wie das Leben ohne ihn war, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Weniger müde war ich, aber das nehme ich in Kauf, wenn ich morgens von diesen süßen Walgesängen geweckt werde und in ein lachendes Mondgesicht schauen darf…

Ein neuer Abschnitt beginnt

Mit sechs Monaten heißt es ja, sei es an der Zeit, Babies auch mal etwas anderes als (Mutter)milch anzubieten. Wer mich kennt oder schon länger hier mitliest, weiß, dass ich bei diesem Thema skeptisch bin. Wie das mit der Beikost bei unserem großen Sohn so geklappt hat, habe ich ja bereits hier erzählt. Seitdem weiß ich, dass fixe Beikostpläne nicht bei allen Kindern funktionieren und dass ein Kind auch ohne Brei wunderbar essen lernen kann. Baby led weaning war für uns der richtige Weg.

Baby led Weaning bei Down-Syndrom?

Aber ob das mit Paul genauso problemlos funktionieren wird? Zugegebenermaßen war ich da etwas unsicher. Vermutlich wird er sich einige Voraussetzungen für das (Alleine)Essen später aneignen als andere Babies: Sitzen und greifen zum Beispiel. Und auch die Zähne kommen bei Kindern mit Down-Syndrom häufig später.

Unsere wunderbar optimistische Physiotherapeutin hat mich aber in meinem Vorhaben bestärkt, es trotzdem zu versuchen. Ganz langsam und ohne fixe Vorstellungen davon, zu welchem Zeitpunkt Paul eine bestimmte Menge an fester Nahrung zu sich nehmen muss. Und so haben wir ihm in den letzten Wochen beim Essen immer mit an den Tisch geholt. Auf unserem Schoß durfte er dann zuschauen, was wir anderen so machen. Irgendwann haben wir ihn mal an einer Kartoffel oder an einer Gurkenscheibe lecken lassen. Das fand er offensichtlich spannend und seine Ärmchen wedelten aufgeregt hin und her.

Helfen oder abwarten?

Irgendwann schob ich Paul beim Frühstück auch mal einen Löffel Porridge in den Mund. Sein großer Bruder legte ihm, kaum schaute ich nicht hin, ein Stück Brezel in die Hand und steckte es in seinen Mund. Zugegeben, selbst bestimmtes Essen ist das nicht. Wir haben uns einfach alle gefreut, dass Paul mehr und mehr an unserem Familienleben teilnimmt. Und ihm schien es zu gefallen, auch wenn das Allermeiste nach einer Weile wieder aus dem Mund herauskam…

Und heute dann, es gab Pasta,  wie könnte es anders sein, schnappte sich Paul tatsächlich eine Nudel von meinem Teller und steckte sie sich in den Mund. Auch davon fiel die Hälfte wieder raus, aber egal, er hat sie sich alleine genommen! Das freut mich so, dass ich das Rezept für das Pesto mit euch teile, das es zu den Nudeln gab. Viel Spaß beim Ausprobieren und ein schönes Rest-Wochenende!

Petersilien-Walnuss-Pesto

#Pesto; #Rezept; #Beikost; #Baby led Weaning
Paul liebt: Petersilien-Walnuss-Pesto 😉 Foto: Privat

Zutaten:

Eine Handvoll Walnüsse (geht genauso mit Sonnenblumen-, Kürbis- oder Pinienkernen)

Ein Bund glatte Petersilie

Walnuss-Öl (jedes andere Öl geht auch)

grobes Meersalz und weiße Pfefferkörner

Zubereitung:

Die Petersilie waschen und die dicken Stiele mit einem Messer abschneiden. Alle Zutaten in einen leistungsstarken Mixer geben und solange mixen, bis eine homogene Masse entsteht. Eventuell mit Öl auffüllen.

Das Pesto schmeckt übrigens nicht nur zu Nudeln, sondern auch zu Ofengemüse, aufs Brot, auf Pizza….

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