Ein Jahr geht zu Ende – wofür ich 2016 dankbar bin

Eigentlich hatte ich vor, in meinem letzten Blogpost für dieses Jahr etwas über gute Vorsätze zu schreiben. Zugegegen, das ist nicht sonderlich originell. Außerdem gehöre ich leider zu den Menschen, die ihre Vorsätze im neuen Jahr recht schnell wieder über Bord werfen. Wie gut also, dass mich der Deutschlandfunk heute Morgen auf eine viele bessere Idee gebracht hat!

Hört ihr auch manchmal Deutschlandfunk? Ich sehr oft und gerne, morgens im Bad oder in der Küche beim Gemüseschnippeln. Es ist so unglaublich entspannend, dass es dort keine nervige Werbung gibt! Und die Sendungen sind wirklich interessant. So wie heute Morgen  „Wofür bin ich dankbar im Leben“ aus der Reihe Lebenszeit, die ihr übrigens als Podcast nachhören könnt.

Dankbarkeit macht zufrieden

Dankbarkeit ist ein unglaublich gutes Gefühl, das uns nicht nur zufrieden sein lässt,  sondern, wie ich heute Morgen im Radio erfahren habe, auch unsere Gesundheit verbessern und sogar unsere Lebenserwartung steigern kann. Klar, Gründe zu meckern gibt es immer, aber oft  steigert man sich damit erst so richtig rein in die Negativ-Spirale und kommt dann nur schwer wieder raus. Gründe, dankbar zu sein, gibt es mindestens genauso viele. Oft machen wir uns das nur gar nicht bewusst, weil wir all das Gute, was uns jeden Tag passiert, als selbstverständlich empfinden. Das es das nicht ist, merken wir aber, wenn wir mal einen Blick über unseren Tellerrand hinaus wagen.

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich satt und zufrieden in meiner gemütlichen und warmen Wohnung und trinke eine Tasse Tee. Meiner kleinen Familie geht es gut, alle sind gesund und wohlauf. Wir müssen uns keine Sorgen machen über politische Unruhen vor unserer Haustüre und auf diesem Blog darf ich schreiben, was ich will, ohne damit irgend etwas zu riskieren. Als ich gestern im Supermarkt meinen Rucksack samt Geld, Handy und Einkäufen einfach vorm Supermarkt stehen ließ, gab ihn doch tatsächlich ein freundlicher Mensch an der Kasse ab!

Geht es euch ähnlich? Ja, dann ist das doch ein guter Grund, am Sylvesterabend das Jahr Revue passieren zu lassen und eine Liste anzulegen mit all den Dingen, für die ihr dankbar seid. Und vielleicht habt ihr ja sogar Lust, diese Liste hier mit mir in den Kommentaren zu teilen? Dann schaffen wir gemeinsam ganz viel Dankbarkeit und das ist doch ein schöner Ausklang für ein Jahr, oder?

Wofür ich dieses Jahr dankbar bin

Als allererstes fällt mir da die Geburt meines Sohnes Paul ein, der schließlich  Namensgeber für dieses Blog ist. Es ist so schön, dass er nun seit fast zehn Monaten bei uns ist! Mit seiner fröhlichen und liebenswerten Art bringt er mich jeden Tag zum Lachen,  in letzter Zeit besonders durch seine „Küsschen“ und durch seine wild entschlossene Art, nach allem Essbaren zu greifen, auch wenn ihm das noch recht schwer fällt. Dankbar bin ich vor allem auch dafür, dass sein Down-Syndrom bislang keine größeren gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit sich gebracht hat und er sich so gut entwickelt.

Einer der wichtigsten Menschen in Paulis kleinem Universum ist sein großer Bruder. Der hat es dieses Jahr nicht immer leicht gehabt. Er musste sich nicht nur damit arrangieren, die Zuneigung und Aufmerksamkeit seiner Eltern fortan mit jemandem zu teilen, sondern darüber hinaus noch einige Male auf seine Mama verzichten, weil ich mit dem Kleinen für ein paar Nächte in die Kinderklinik musste. Umso dankbarer bin ich dafür, wie toll er mit dieser und generell mit neuen Situationen umgehen kann. Als er mich und Paul zusammen mit seinem Papa eines Morgens aus dem Schlaflabor abholte, meinte er nur ganz cool „die haben den Paul repariert, damit der Paul kein Wildschwein mehr ist (und nicht mehr so schnarcht).“ Auch der neue Kindergarten wurde ruck zuck akzeptiert, weil Benedikt offen und neugierig auf Menschen zugeht. Das macht es uns Eltern oft einfach und dafür bin ich echt dankbar!

Dankbar bin ich auch für all die vielen neuen Menschen, die uns dieses Jahr begleitet haben: Die Therapeuten, die mir immer wieder versichern, dass sich Paul gut macht, wenn ich zwischenzeitlich mal verzweifele, unsere Kinderärztin, die am Abend vor Weihnachten nochmal anrief, um sich zu erkundigen, wie es denn geht und all die anderen freundlichen Ärzte und Schwestern, die wir in den diversen Kinderkliniken kennengelernt haben.

Dankbar bin ich natürlich dafür, dass es dieses Blog gibt, auch wenn ich bislang viel seltener  zum Schreiben komme, als ich es mir wünsche. Aber egal, es ist eine große Bereicherung für mich, hier zu schreiben und ich freue mich jedes Mal riesig, wenn ich sehe, dass ein Beitrag gelesen oder kommentiert wird! Übrigens, hätte mein Freund nicht eines Abends zu mir gesagt „Und warum machst du  es jetzt nicht einfach?“, dann würde ich wohl noch immer vom Bloggen träumen, statt es einfach zu tun. Danke also auch dafür 😉

Ach ja, fast hätte ich es vergessen, aber ich bin soo dankbar für mein Elektro-Fahrrad, was mir meinen Alltag mit zwei Kindern in einer hügeligen Stadt wie Stuttgart enorm erleichtert. Und, wofür seid ihr also dankbar?

Ich wünsche euch ein glückliches, wundervolles, entspanntes Jahr 2017! Bis bald!

Noch keine Ideen für Weihnachten? -Drei einfache Geschenke zum Selbermachen

Vor ein paar Wochen habe ich euch hier im Blog berichtet, wie ich versuche, dem allgemeinen Stress in der Vorweihnachtszeit zu entgehen. Einer meiner „Tricks“ besteht darin, die Anzahl der Geschenke auf ein Minimum zu reduzieren. Nicht, weil ich anderen nicht gerne eine Freude mache oder mich nicht freue, wenn andere an mich denken. Nein, es geht mir vielmehr darum, mich im Advent und an Weihnachten auf das Wesentliche zu konzentrieren und unnötigen Ballast zu vermeiden.

Worum geht es im Advent?

Für mich ist es am Ende des Jahres wichtig, einen Gang zurückzuschalten, das Jahr Revue passieren zu lassen und Bilanz zu ziehen. Dafür muss ich zur Ruhe kommen und wieder mehr nach innen schauen, statt wie wild durch die Innenstadt zu rennen, um Geschenke zu besorgen.

Aber genauso wichtig ist mir in der Weihnachtszeit, an die Menschen zu denken, die mir am Herzen liegen. Geschenke sind eine Möglichkeit, das zu tun, wenn auch nicht die einzige. Warum nicht mal wieder die alte Schulfreundin anrufen, die man schon so lange nicht gesprochen hat? Oder ganz altmodisch ein paar Weihnachtsgrüße per Post verschicken?

Oder eben die Geschenke selbst machen…

Eine andere Möglichkeit ist es, Geschenke einfach selbst zu machen. Das bedeutet, sich ganz bewusst Zeit zu nehmen, um jemand anderem eine Freude zu machen. Tolle Idee, finde ich. Leider bin ich eine Niete, was jede Art von Handarbeit betrifft. Also lag es nahe, irgendetwas in der Küche zu fabrizieren. Meine Kinder habe ich dabei auch eingespannt, was für alle lustig war. Der Kleine durfte einfach in der Trage dabei sein und der Große alle nötigen Utensilien  suchen. So konnte ich ganz in Ruhe herumwerkeln, was mich mehr in Weihnachtsstimmung versetzt als jeder Weihnachtsmarkt. Mein schönstes (Vor-)Weihnachtserlebnis war übrigens mal ein 23. Dezember, den ich als Teeanger komplett damit verbrachte, meiner guatemaltekischen Gastoma zu helfen, mindestens 500 Mais-Tortillas für die Großfamilie vorzubereiten. Eine echte Achtsamkeitsmeditation! Da man damit hierzulande aber eher wenige begeistern kann, verrate ich euch jetzt, womit ich in diesem Jahr meinen Lieben eine Freude machen will. Vielleicht inspiriert das ja den einen oder anderen von euch. Übrigens sind alle Ideen schnell und einfach umsetzbar, versprochen!

Idee 1. Meersalz-Peeling mit Orange und Minze

Das brauchst du:

  • Schale von 1 Orange
  • 1 Zweig Pfefferminze
  • Olivenöl
  • grobkörniges Salz
  • feinkörniges Salz

So geht’s:

Schäle die Orange mit einem Sparschäler und schneide die Schale in kleine Würfel. Schneide die Minze in feine Streifen und lege ein kleines Blättchen als Deko beiseite.Vermische die beiden Salzsorten mit dem Öl, so dass eine homogene Masse entsteht. Das Salz soll nicht im Öl schwimmen. Gib die Orangenschale und die Minze zu dem Salz-Öl Gemisch und durchmenge alles mit den Händen (toller Peeling-Effekt!). Fülle das fertige Peeling in ein sauberes Glas und lege ein Minzblättchen oben auf. Fertig!

Idee nach Cadika Lifestyle

 Idee: 2. Badesalz mit Lavendel

Das brauchst du:

  • drei kleine Fläschchen à 100 ml (zum Beispiel diese)
  • pro Flasche 6 EL grobes Meersalz und 3 EL Glaubersalz ( gibt es in der Apotheke)
  • zum Färben: 1 TL Cranberrysaft (Drogeriemarkt)
  • je 5 Tropfen Lavendel-Duftöl (zum Beispiel von Primavera)

So geht’s:

Vermische die Salzsorten. Gib dann den Cranberrysaft dazu und trockne das Salz im Ofen bei 50 Grad. Das dauert circa 20 Minuten. Erst nach dem Trocknen kommt das Duftöl dazu. Fülle das fertige Badesalz nun in die Fläschchen. Fertig!

Idee nach Brigitte.de

Idee 3. Weihnachtliches Knuspermüsli

Mein Grundrezept für Knuspermüsli findet ihr hier. Das Rezept lässt sich natürlich beliebig abwandeln. Weihnachtlich wird es, wenn man zur Mischung aus Getreideflocken und Öl Gewürze hinzugibt. Meinem Weihnachtsmüsli habe ich daher Lebkuchengewürz beigemischt. Das ist meist eine Mischung aus Zimt, Vanille und Muskat. Auch Walnüsse und Mandeln machen das Müsli weihnachtlich. Oder versucht es mal mit getrockneten und kandierten Orangen. Schöne Gläser zum Befüllen und Verschenken gibt es zum Beispiel hier.

Viel Spaß beim Ausprobieren und einen schönen Advent weiterhin!

Easy peasy 20-Minuten-Plätzchen

Plätzchen backen gehört für mich zum Advent dazu. Klar kann man die auch kaufen, aber es geht doch nichts über den Duft nach selbstgebackenen, süßen Plätzchen in der Wohnung. Und für Kinder ist Ausrollen, ausstechen und Teig naschen sowieso das Größte. Also haben wir am vergangenen Wochenende gebacken und hatten dabei  viel Spaß.

Mit dem Rezept, das ich heute mit euch teilen möchte, war das kein Problem, denn es ist kinderleicht und bis man die Plätzchen naschen kann dauert es, abgesehen von der Kühlzeit, keine 20 Minuten. Gefunden haben wir das Rezept  übrigens in meinem Lieblingskinderkochbuch Junika beginnt zu essen, das ich euch echt ans Herz legen kann! Die beiden Autorinnen haben auch einen schönen Blog, von dem ich mich immer wieder inspirieren lasse. Alle Rezepte sind schon für ganz kleine KInder im Beikostalter geeignet, absolut gelingsicher und immer  super lecker.

Das Plätzchenrezept aus dem Buch habe ich als Basis genutzt und dann einfach nach meinen Vorstellungen abgewandelt. Im Advent lässt es sich zum Beispiel wunderbar mit Gewürzen wie Zimt, Anis oder Vanille ergänzen. Da kann sich jeder nach Lust und Laune austoben.

In die Plätzchen kommt übrigens kein Zucker, sondern nur zerdrückte Banane. Deshalb sind sie auch schon für kleine Essanfänger wie meinen Sohn Paul geeignet. Er fand sie dann auch echt gut  :-). Wer aber an den extrem süßen Geschmack „normaler“ Weihnachtsplätzchen gewöhnt ist, dem fehlt es wahrscheinlich etwas an Süße. Nehmt dann vielleicht beim ersten Mal etwas mehr Banane oder zusätzlich ein paar pürierte Datteln dazu. Der Geschmackssinn braucht eine Weile, um sich an weniger Süße zu gewöhnen. Aber es lohnt sich, durchzuhalten, denn irgendwann findet man fertige Plätzchen oder Kuchen vom Bäcker gar nicht mehr so lecker und auch der Schokoriegel in der Schublade macht einen nicht mehr so an…

So, nun aber das versprochene Rezept. Viel Spaß beim Ausprobieren und einen schönen Advent weiterhin!

Butterkekse (Zutaten für ein Blech)

125 Gramm Dinkelmehl

50 Gramm Banane (eventuell mehr)

75 Gramm Butter

Die Schale einer geriebenen Orange

optional Gewürze (bei uns dieses Mal Vanille)

Die Butter in kleine Stücke schneiden und alle Zutaten zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten. Das geht gut mit dem Knethaken der Küchenmaschine. Danach muss der Teig für circa eine Stunde in den Kühlschrank. Mein Tipp: Macht das am Morgen ohne Kinder, denn die sehen nicht ein, warum sie so lange warten müssen 😉

Den Teig dann etwa 5 mm dick ausrollen und nach Belieben Formen ausstechen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad Umluft circa zehn Minuten backen. Bei sehr dicken Plätzchen und einem alten Ofen kann es auch 15 Minuten dauern, im Zweifel lieber mal den Ofen aufmachen und testen. Das war’s schon, ihr seht, Plätzchenbacken kann echt easy sein.