Sieben Wochen ohne Smartphone – warum ich dieses Jahr „Handyfasten“ will

Gestern Morgen war ich im Wald spazieren. Mit Paul auf meinem Rücken als einziges Gepäck. Windeln, Wasserflasche und das ganze „Gedöns“, das ich sonst mit mir rumschleppe, blieben zu Hause. Und auch mein Smartphone.

Als dann die Vögel zwitscherten und die Sonne durch die noch kahlen Äste schien, war ich so entspannt und glücklich wie schon lange nicht mehr. Und dieses Gefühl hielt den ganzen Nachmittag an. Plötzlich war mir klar, auf was ich dieses Jahr in der Fastenzeit verzichten will. Auf ständiges Gebimmel beziehungsweise Vibrieren nämlich!

Für mich ist das Fasten ehrlich gesagt ein schwieriges Thema. Die Idee, für eine gewisse Zeit auf etwas zu verzichten reizt mich aber seit eh und je. Nicht aus religiösen Gründen und auch nicht, um meinen Körper zu „entgiften“, sondern weil ich glaube, dass es mir durch diesen Verzicht leichter fällt, mich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Beim Fasten ist mir immer bewusst geworden, dass das Meiste, was ich glaubte, unbedingt zu brauchen, reine Gewohnheit ist. Und Gewohnheiten kann man schon hin und wieder mal hinterfragen, oder? Manche tun uns nämlich schon lange nicht mehr gut und schreien geradezu danach, endlich abgelegt zu werden. Außerdem habe ich beim Fasten immer wieder neue Dinge entdeckt, die mein Leben seitdem bereichern. Nussmus zum Beispiel oder auch grünen Jasmintee 🙂

Die offizielle Fastenzeit für diesen Zweck zu nutzen, macht für mich Sinn, weil es mir hilft, mich mit anderen auszutauschen. Gerade wenn es mal nicht so rund läuft mit dem Fasten. Denn leider bin ich in den vergangenen Jahren regelmäßig an meinen teilweise zu ehrgeizigen Zielen gescheitert. Der Versuch, sieben Wochen komplett auf tierische Produkte zu verzichten, endete dann in der Dönerbude und der, jeglichen Zucker zu streichen, in einer einzigen Tortenschlacht….

Für dieses Jahr wollte ich mir daher ein realistisches, gut erreichbares Ziel setzen, von dem nicht nur ich, sondern die ganze Familie profitiert. Und gestern im Wald fiel endlich der Groschen…

Warum  ich vorübergehend auf mein Smartphone verzichten will

Ich bin ehrlich. Auch wenn ich hier oft über Achtsamkeit schreibe und weiß, wie absolut notwendig sie für mich ist, um in meinem turbulenten Alltag die Nerven zu bewahren, bin ich noch kein Profi. Gerade wenn es um mein Smartphone geht, werde ich ganz schnell unachtsam und erwische mich dabei, wie ich nebenbei mal schnell darauf schaue. Nur mal eben einen Blogbeitrag kommentiere, während ich Paul auf der Schaukel anschubse. Oder meinem Freund schreibe, noch einen Liter Milch mitzubringen und gleichzeitig dem Großen erkläre, wie das Wasser in die Kläranlage kommt…

Vielleicht meint ihr jetzt, dass das doch ganz normal ist, oder? Stimmt, überall wo man hinschaut, sieht man  uns „Handyzombies“. Morgens in der Bahn, nachmittags auf dem Spielplatz und sogar bei Paaren, die gemeinsam im Café sitzen.  Häufig muss ich aufpassen, Leute nicht über den Haufen zu rennen, die nicht auf den Weg, sondern auf ihr Smartphone starren.

Aber am erschreckendsten finde ich, wie viel Zeit ich selbst mit diesem Gerät verschwende, die mir dann für andere Dinge fehlt. Wenn ich statt einem Buch nur  Blogposts oder Facebook-Meldungen lese zum Beispiel. Wenn mir gar nicht auffällt, wie lange es Paul mittlerweile schafft, im Handstütz zu sein, was für ihn ein echter Kraftakt ist. Oder wenn ich mein Essen nicht schmecke, weil ich nebenbei den Online-Einkaufszettel checke…

Als dann vor kurzem sogar mein Sohn meinte: „Mama, leg das Handy weg!“, wurde mir schlagartig bewusst, dass ich den richtigen und maßvollen Umgang mit diesem nützlichen Heflerlein jetzt endlich lernen muss. Wie soll ich ihn sonst meinen Kindern vermitteln? Und da ist ein vorläufiger Komplett-Verzicht vielleicht ein guter Anfang, was meint ihr?

Habt ihr das besser im Griff als ich oder habt ihr auch manchmal das Gefühl, abhängig von eurem Smartphone zu sein? Und verzichtet ihr in der Fastenzeit auf irgendetwas oder findet ihr das überflüssig?

Ich bin wie immer gespannt auf eure Kommentare!

Eure Kathinka

 

 

 

 

 

 

Knuspermüsli für Schoko-Junkies in zwei Varianten

Nieselregen, Trotzanfälle, schlaflose Nächte. Die letzten Wochen waren bei uns teilweise ganz schön nervenaufreibend! Und auch wenn jetzt morgens schon die Vögel zwitschern, wenn ich aufwache, wird der Frühling wohl noch eine Weile auf sich warten lassen…

Deshalb brauche ich gleich zum Frühstück etwas Stimmungsaufhellendes, Leckeres, das außerdem noch wach macht. Schokolade! Und zwar in ihrer reinsten Form.

Nach einigem Herumtüfteln habe ich nun ein knuspriges, schokoladiges Müsli gebacken, das all diese Anforderungen erfüllt und das ihr ohne schlechtes Gewissen schon frühmorgens genießen dürft, denn es ist vollgepackt mit gesunden Zutaten: Roher Kakao wirkt stimmungsaufhellend und anregend, Haferflocken halten dank der vielen Ballaststoffe lange satt und stecken voller gesunder Proteine und Mineralstoffe. Mandeln enthalten wertvolle ungesättigte Fette, die nicht etwa dick machen, sondern uns vor Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen können. Außerdem stecken sie voller Antioxidantien und gelten deshalb als Anti-Aging-Mittel schlechthin.

Darüber hinaus ist das Müsli aber soo lecker, dass man gar nicht genug davon kriegen kann. Und für all diejenigen, die wie ich einen kleinen, zahnlosen Mitesser am Tisch sitzen haben, gibt es noch eine abgewandelte Baby-Variante. Viel Spaß beim Ausprobieren und lasst es euch gutgehen!

Knuspermüsli mit Mandeln und Kakaonibs

Zubereitungszeit: 25 Minuten

Zutaten für ein großes Schraubglas:

3 Tassen Haferflocken

3/4 Tasse Kakaonibs

1 Tasse gehackte Mandeln

3/4 Tasse natives Kokosöl (im Topf flüssig gemacht)

1/2 Tasse Ahornsirup oder anderes Süßungsmittel nach Wahl

3 gehäufte Esslöffel Rohkakao

Zubereitung:

Haferflocken, Kakaonibs und gehackte Mandeln in eine große Schüssel geben. Das flüssige Kokosöl und den Ahornsirup dazu geben und mit einem großen Löffel gut durchmischen. Im vorgeheizten Backofen auf einem Backblech mit Backpapier bei 180 Grad Umluft 15-20 Minuten knusprig backen. Dabei gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.

Backblech aus dem Ofen holen und das rohe Kakaopulver zur Müslimischung geben. Alles nochmal durchmischen und auskühlen lassen. Erst dann in ein luftdicht verschlossenes Gefäß füllen. Das Müsli hält sich im Küchenschrank circa drei Wochen, aber so lange werdet ihr es kaum aufheben 😉

Baby-Variante für zahnlose Ungeheuer

Wer noch keine oder nur sehr wenige Zähne hat, kann noch keine ganzen Mandeln essen. Außerdem verzichten Babies im ersten Lebensjahr am besten komplett auf jegliche Süßungsmittel, denn sie haben noch so feine Geschmacksnerven, das sie diese schlicht nicht brauchen. Honig und Ahornsirup können außerdem Sporen des Bakteriums Clostridium botolinum enthalten, das für Babies lebensbedrohlich sein kann.

Roher Kakao wirkt außerdem wie gesagt anregend und hat eine ähnliche Wirkung wie Koffein. Gut für übernächtigte Eltern, aber nicht unbedingt für Babies. Aber kein Problem, für Paul und seine Altersgenossen ändern wir das Rezept einfach ein bisschen um. Statt ganzer Mandeln gibt es Mandelmus und statt Kakao Carobpulver. Das schmeckt angenehm süß und macht weitere Süßungsmittel überflüssig.

Zutaten für ein kleines Schraubglas:

1 Tasse Haferflocken

1/2 Tasse natives Kokosöl, flüssig

1 großer Esslöffel Mandelmus

1 großer Esslöffel Carobpulver. Gibt es zum Beispiel von Rapunzel.

Zubereitung:

Die Haferflocken mit dem Mandelmus, dem Carobpulver und dem flüssigen Kokosöl vermischen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad circa 20 Minuten knusprig backen. Umrühren nicht vergessen!  Wenn das Müsli nach dem Backen abgekühlt ist, in ein kleines Schraubglas füllen. Pauli liebt es übrigens mit Banananscheiben.