Easy peasy 20-Minuten-Plätzchen

Plätzchen backen gehört für mich zum Advent dazu. Klar kann man die auch kaufen, aber es geht doch nichts über den Duft nach selbstgebackenen, süßen Plätzchen in der Wohnung. Und für Kinder ist Ausrollen, ausstechen und Teig naschen sowieso das Größte. Also haben wir am vergangenen Wochenende gebacken und hatten dabei  viel Spaß.

Mit dem Rezept, das ich heute mit euch teilen möchte, war das kein Problem, denn es ist kinderleicht und bis man die Plätzchen naschen kann dauert es, abgesehen von der Kühlzeit, keine 20 Minuten. Gefunden haben wir das Rezept  übrigens in meinem Lieblingskinderkochbuch Junika beginnt zu essen, das ich euch echt ans Herz legen kann! Die beiden Autorinnen haben auch einen schönen Blog, von dem ich mich immer wieder inspirieren lasse. Alle Rezepte sind schon für ganz kleine KInder im Beikostalter geeignet, absolut gelingsicher und immer  super lecker.

Das Plätzchenrezept aus dem Buch habe ich als Basis genutzt und dann einfach nach meinen Vorstellungen abgewandelt. Im Advent lässt es sich zum Beispiel wunderbar mit Gewürzen wie Zimt, Anis oder Vanille ergänzen. Da kann sich jeder nach Lust und Laune austoben.

In die Plätzchen kommt übrigens kein Zucker, sondern nur zerdrückte Banane. Deshalb sind sie auch schon für kleine Essanfänger wie meinen Sohn Paul geeignet. Er fand sie dann auch echt gut  :-). Wer aber an den extrem süßen Geschmack „normaler“ Weihnachtsplätzchen gewöhnt ist, dem fehlt es wahrscheinlich etwas an Süße. Nehmt dann vielleicht beim ersten Mal etwas mehr Banane oder zusätzlich ein paar pürierte Datteln dazu. Der Geschmackssinn braucht eine Weile, um sich an weniger Süße zu gewöhnen. Aber es lohnt sich, durchzuhalten, denn irgendwann findet man fertige Plätzchen oder Kuchen vom Bäcker gar nicht mehr so lecker und auch der Schokoriegel in der Schublade macht einen nicht mehr so an…

So, nun aber das versprochene Rezept. Viel Spaß beim Ausprobieren und einen schönen Advent weiterhin!

Butterkekse (Zutaten für ein Blech)

125 Gramm Dinkelmehl

50 Gramm Banane (eventuell mehr)

75 Gramm Butter

Die Schale einer geriebenen Orange

optional Gewürze (bei uns dieses Mal Vanille)

Die Butter in kleine Stücke schneiden und alle Zutaten zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten. Das geht gut mit dem Knethaken der Küchenmaschine. Danach muss der Teig für circa eine Stunde in den Kühlschrank. Mein Tipp: Macht das am Morgen ohne Kinder, denn die sehen nicht ein, warum sie so lange warten müssen 😉

Den Teig dann etwa 5 mm dick ausrollen und nach Belieben Formen ausstechen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad Umluft circa zehn Minuten backen. Bei sehr dicken Plätzchen und einem alten Ofen kann es auch 15 Minuten dauern, im Zweifel lieber mal den Ofen aufmachen und testen. Das war’s schon, ihr seht, Plätzchenbacken kann echt easy sein.

O du stressige? -3 Tipps für eine achtsame und entschleunigte Vorweihnachtszeit

Wer kennt das nicht? Jahr für Jahr nehmen wir uns vor, es dieses Mal ganz gemütlich und entspannt anzugehen im Advent. Plätzchen backen mit den Kindern. Karten schreiben an Freunde, die man viel zu selten sieht, einen Adventskalender basteln…

Spätestens Mitte Dezember kriegen wir dann aber doch Schweißausbrüche angesichts der immer noch fehlenden Geschenkideen, die in überlaufenen Innenstädten einfach nicht aufkommen wollen. Und auch wegen der logistischen Herausforderungen, die die Feiertage am Jahresende so mit sich bringen: Wo verbringen wir Heiligabend? Wer kümmert sich um das Essen? Und wie zum Teufel verklickern wir Tante Heidi und Onkel Franz, dass wir es dieses Jahr leider nicht schaffen werden zum traditionellen Festtagsbraten?

Die Achtsamkeit bleibt auf der Strecke

Angesichts all der übertriebenen Erwartungen, die wir an Weihnachten haben, ist die Zeit davor für viele Menschen zur stressigsten des Jahres geworden. Schade! Denn eigentlich laden die kurzen, dunklen Tage doch regelrecht dazu ein, mal einen Gang runter zu schalten und zur Ruhe zu kommen. Nur, wie soll man das schaffen, wenn um einen herum alle durchdrehen und dem Konsum frönen?

Leider bin auch nicht gerade die Ruhe in Person, wenn ich an die noch fehlende Deko bei uns zu Hause denke und an die Weihnachtsgeschenke für die Kinder. Aber ich habe ein paar Tipps, die euch vielleicht dabei helfen, etwas gelassener ins neue Jahr zu rutschen. Probiert sie aus, Übung macht den Meister, versprochen!

Tipp 1: Den Advent mit allen Sinnen genießen

Bratapfelduft liegt in der Luft. Süßer Plätzchenteig will mit den Händen geknetet (und natürlich auch probiert) werden. In den Fenstern sieht man auf dem Nachhauseweg am Abend bunte Lichter leuchten. Und irgendwo hört man im Vorbeigehen die alten Weihnachtslieder, die man von früher kennt. Der Advent ist eigentlich DIE Gelegenheit, alle Sinne zu schulen und wieder achtsam durchs Leben zu gehen. Das ist nicht nur schöner, als sich beim Black Friday um die letzten Adventskränze zu prügeln, sondern echtes Entspannungstraining. Weil man beim Genießen voll und ganz im Augenblick ist und nicht schon drei Wochen im Voraus bei der Planung des Festtagsmenüs oder der öden Weihnachtsfeier des Sportvereins. Also, nehmt euch die Zeit und genießt, was das Zeug hält!

Tipp 2: Sich zurückziehen

Apropos Weihnachtsfeier. Müssen wir wirklich überall dabei sein? Beim Plätzchenbacken im Kindergarten, der betrieblichen Weihnachtsfeier oder beim alljährlich stattfindenden Gänsebraten-Essen mit den Studienkollegen? Ich finde nicht! Das Leben ist sowieso zu kurz für Halbherzigkeiten und am Ende des Jahres verfliegt die Zeit gefühlt noch viel schneller als sonst. Tut nur das, wonach euch wirklich der Sinn steht. Trefft nur die Menschen, die euch am Herzen liegen. Und hört denen dafür umso aufmerksamer zu. Es ist völlig in Ordnung, eine Einladung freundlich, aber bestimmt auszuschlagen.

Tipp 3: Auf Geschenke verzichten

Dieser Tipp gefällt sicher nicht jedem. Gerade, wer Kinder, Enkelkinder, Nichten oder Neffen hat, verspürt meist den Wunsch, diese an Weihnachten mit Geschenken zu überhäufen. Und die Werbung suggeriert uns ja auch, dass darin der eigentliche Sinn von Weihnachten besteht. Aber seid doch mal ehrlich: Wie viele der Geschenke, die Jahr für Jahr unterm Tannenbaum liegen, fristen bald ein kümmerliches Dasein in einer vergessenen Schublade? Bestenfalls werden sie an Sylvester beim Schrottwichteln erneut unters Volk gebracht. Und stellt euch doch mal vor, wie entspannt Weihnachten wäre, wenn sich niemand verpflichtet fühlen würde, irgendjemandem etwas zu schenken? Hach, ein Traum! Weil das aber nun mal nicht jeder so sieht, machen wir es in unserer Familie seit ein paar Jahren so, dass wir an Weihachten wichteln. Jeder macht also genau ein Geschenk und bekommt auch nur eines. Der Betrag hierfür wird vorher festgelegt, ebenso wer wen beschenkt. Für mich ein Kompromiss, aber immerhin ein erster Schritt zu einem minimalistischen, entspannteren Weihnachten.

Und, wie schafft ihr es, dem Stress in der Vorweihnachtszeit zu entgehen? Ich bin gespannt auf eure Tipps! Genießt den Advent, bis bald!