Kochen nur für mich allein? Ja, ja, ja!

Weil meine Kinder vormittags in der Kita sind, ich aber (noch) nicht wieder in meinem alten Bürojob arbeite, bin ich mittags in der Regel allein zu Hause. Zum Glück kann ich das auch genießen, schließlich geht der Trubel spätestens um drei wieder los und dann ist Schluss mit der Ruhe.

Was mir aber nach wie vor schwer fällt, ist, es zu genießen, alleine zu essen. Irgendwie finde ich immer, dass die schöne Paprika oder der knackige Salat im Kühlschrank doch zu schade dafür sind, dass ich sie nur für mich selbst zubereite. Deshalb mache ich mir manchmal nur schnell ein Brot oder esse die Müslireste vom Morgen. Kommt euch das bekannt vor?

Wenn ja, dann packt diese Gewohnheit am besten sofort in die Mottenkiste! Da gehört sie meiner Meinung nach nämlich hin. Denn wer gut für andere sorgen will, der muss zuallererst einmal gut für sich selbst sorgen. Das nennt man Selbstliebe und eine gute Portion davon sollte sich jede Mama (und jeder Papa) unbedingt gönnen! Sich selbst etwas Leckeres und Gesundes zum Essen zu machen ist ein erster Schritt. Und weil mir das eigentlich total einleuchtet, habe ich mir heute Mittag mal ein schnelles, aber lecker cremiges Püree aus weißen Bohnen mit gebratener Paprika gemacht. Das war weder kompliziert noch zeitaufwändig. Aus gerade einmal zwei Grundzutaten und ein paar Gewürzen hatte ich so innerhalb von zehn Minuten ein leckeres und gesundes Mittagessen. Soll ich euch verraten wie?

Ein paar Tricks vorweg…

Spontanes Kochen ist übrigens viel einfacher, wenn ihr euch angewöhnt, ein paar Grundvorräte immer zu Hause zu haben. Bei uns sind das zum Beispiel folgende:

  • frisches Gemüse und Obst der Saison (kommt einmal pro Woche in Form einer Biokiste zu uns nach Hause)
  • schnell kochende Getreideprodukte wie Couscous, Hirse, Buchweizen, Vollkornnudeln
  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, weiße, schwarze oder rote Bohnen (getrocknet und im Glas)
  • hochwertige Pflanzenöle (Olivenöl, Kokosöl, Sesamöl etc.)
  • frische und getrocknete Kräuter und Gewürze

Wenn ihr am Wochenende Zeit habt, kocht doch mal einen größeren Vorrat an Naturreis, Hirse oder Hülsenfrüchten vor. Unter der Woche könnt ihr das dann einfach mit  frischem Gemüse, Öl, Salz und Pfeffer mischen und habt so in wenigen Minuten ein leckeres und gesundes Essen parat.

Nun aber zu meinem Mittagessen, das so einfach ist, das ist mich schon frage, ob ich es wirklich als Rezept bezeichnen kann…

Weißes Bohnenpüree mit Paprika

#hummus; #vegan; #paprika; #Hülsenfrüchte; #cleaneating

Zutaten:

1 Glas weiße Bohnen (am besten in Bioqualität, da sonst oft Zucker oder andere unnötige Zusatzstoffe enthalten sind)

1 Paprika

gutes Olivenöl

ein paar Blätter Basilikum

Salz, Pfeffer, Kumin, Hefeflocken (optional)

Für das Püree werden die Bohnen inklusive der Flüssigkeit aus dem Glas zusammen mit Salz, Pfeffer, Hefeflocken und Kumin in einem Standmixer gemixt, bis die Konsistenz schön sämig ist. Ein Pürierstab tut es genauso. Die Hefeflocken geben einen etwas „käsigen“ Geschmack, den ich persönlich sehr mag und stecken zudem voller B-Vitamine. Ihr könnt sie aber auch weglassen. Überhaupt dürft ihr das Püree natürlich so würzen, wie es euch am besten schmeckt. Zum Beispiel mit Curry oder Paprika statt Kumin. Oder ihr mixt einen Löffel Sesammus dazu. Statt der weißen Bohnen passen auch Kichererbsen. Dann habt ihr ein klassisches Hummus.

Die Paprika in Streifen schneiden und in einer Pfanne mit reichlich Olivenöl anbraten. Dann mit Salz und Pfeffer würzen und mit ein paar Blättchen Basilikum bestreuen. Basilikum schmeckt übrigens nicht nur lecker frisch, sondern gilt auch als antibakteriell. Zudem soll er sogar gegen Stress wirken. Also wie gemacht für Eltern, wie ich finde 😉

Das Pürree zusammen mit den gebratenen Paprika auf einem Teller schön anrichten und genießen. Es schmeckt übrigens auch kalt noch sehr gut. Guten Appetit!