Auf zu neuen Zielen! 2018 kann kommen

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe am Ende jedes Jahres immer das dringende Bedürfnis, aufzuräumen. Damit meine ich jetzt nicht nur die Schleichtiere, die ich morgens in meinem Zahnputzbecher finde oder die einzelnen Socken, die Pauli zwischen Abstellkammer und Kinderzimmer so verteilt. Das auch, aber vor allem meine ich das Chaos in meinem Kopf. Überflüssig gewordene Glaubenssätze und Verhaltensweisen, die mich manchmal daran hindern, entspannt und glücklich zu sein. Als Mama, aber auch für mich selbst.

Adiós Co-Therapeutin, hallo Entspannung

Einer dieser Glaubenssätze, den ich vor kurzem aussortiert habe, war der, dass sich mein Kind nur dann „richtig“ entwickelt, wenn ich ihm tatkräftig dabei helfe. Davon habe ich euch bereits im letzten Blogpost berichtet. Diese Vorstellung, eine Art Co-Therapeutin sein zu müssen, hat mich wahnsinig unter Druck gesetzt und tut es auch heute manchmal noch. Dabei gibt es diese innere Stimme in mir, die mir sagt, dass ich einfach vertrauen darf. Darauf, dass mein Sohn seinem ureigenen Rhythmus folgt und jeden Entwicklungsschritt dann machen wird, wenn es für ihn an der Zeit ist. Dass es meine Aufgabe als Mutter ist, ihn anzunehmen, ihm zu vertrauen, ihn zu beobachten und ihm die Rahmenbedingungen zu schaffen, die er braucht.

Goodbye schlechte Nachrichten

Eine weitere Gewohnheit, die ich 2018 hinter mir lassen will, ist die, mich permanent von schlechten Nachrichten berieseln zu lassen. Nicht, dass mir egal ist, was in der Welt passiert. Nur glaube ich erstens, dass das, was uns die Massenmedien Tag für Tag zeigen, nur ein winziger Ausschnitt dessen ist, was wir so als „Realität“ bezeichnen. Zweitens glaube ich, dass es unsere Aufgabe als Eltern ist, unseren Kindern Vertrauen und Mut mit auf den Weg zu geben. Und wie soll uns das gelingen, wenn wir unseren Fokus allein auf Terror, Klimawandel und ähnliche Schreckensmeldungen richten? Abgesehen davon ist ja niemandem geholfen, wenn wir passiv vor dem Fernseher, dem Smartphone oder dem Radio sitzen und mal wieder feststellen, wie schlecht die Welt ist.

Da nehme ich meine Kinder doch lieber mit ins Sozialkaufhaus und zeige ihnen, wie wir mit unserem Überfluss anderen Menschen eine Freude machen können. Lasse sie im verpackungsfreien Laden beim Wiegen und Abfüllen helfen und vermittle ihnen ganz praktisch, was jeder von uns tun kann, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Auch was Pauls Behinderung betrifft, habe ich aufgehört, mich mit Dingen zu beschäftigen, die theoretisch passieren könnten. Klar gibt es Krankheiten, für die er anfälliger ist als andere Kinder. Vielleicht werden wir den einen oder anderen Kampf mit den Behörden ausfechten, wenn er mal in die Schule geht. Und vielleicht wird er irgendwann auch mal gemobbt. Genauso wahrscheinlich ist allerdings, dass all das nicht passieren wird. Und wisst ihr was? Ich bin davon überzeugt, dass die Dinge, mit denen wir fest rechnen, mit besonders hoher Wahrscheinlichkeit auch eintreten. Und aus diesem Grund übe ich mich lieber im Vertrauen darauf, dass Paul auch in Zukunft so gesund und munter sein wird, wie er es jetzt ist und dass er mit seiner charmanten Art auch dann noch die Herzen seiner Mitmenschen gewinnen wird, wenn er mal erwachsen ist.

Auf zu neuen Zielen!

Wer aufräumt, hat auch wieder Platz für Neues. Und 2018 stehen bei uns einige Veränderungen an, auf die ich mich freue. Die erste ist mein neuer Blog www.couscousmitzimt.com, den ich vor kurzem gestartet habe und im neuen Jahr weiter aufbauen möchte. Wer hier öfters mitliest weiß, dass Essen meine große Leidenschaft ist. Und weil das hier in erster Linie Paulis kleines Universum sein soll, habe ich mit dem neuen Blog einen Raum für meine zweite Leidenschaft geschaffen (neben meinen Kindern ;-)) Ich freue mich, wenn ihr dort auch mal vorbeischaut!

Von den weiteren Neuigkeiten berichte ich euch, wenn es so weit ist. Nur soviel sei schon mal verraten, einmal geht es um eine alternative Form des Wohnens, die wir für uns gewählt haben. Und dann geht es um eine Weiterbildung, mit der ich im Herbst starten werde. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

Was sind eure Ziele und Pläne für 2018? Und gibt es auch bei euch etwas, mit dem ihr aufräumen wollt? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

 

Eure Kathinka

 

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