Kochen nur für mich allein? Ja, ja, ja!

Weil meine Kinder vormittags in der Kita sind, ich aber (noch) nicht wieder in meinem alten Bürojob arbeite, bin ich mittags in der Regel allein zu Hause. Zum Glück kann ich das auch genießen, schließlich geht der Trubel spätestens um drei wieder los und dann ist Schluss mit der Ruhe.

Was mir aber nach wie vor schwer fällt, ist, es zu genießen, alleine zu essen. Irgendwie finde ich immer, dass die schöne Paprika oder der knackige Salat im Kühlschrank doch zu schade dafür sind, dass ich sie nur für mich selbst zubereite. Deshalb mache ich mir manchmal nur schnell ein Brot oder esse die Müslireste vom Morgen. Kommt euch das bekannt vor?

Wenn ja, dann packt diese Gewohnheit am besten sofort in die Mottenkiste! Da gehört sie meiner Meinung nach nämlich hin. Denn wer gut für andere sorgen will, der muss zuallererst einmal gut für sich selbst sorgen. Das nennt man Selbstliebe und eine gute Portion davon sollte sich jede Mama (und jeder Papa) unbedingt gönnen! Sich selbst etwas Leckeres und Gesundes zum Essen zu machen ist ein erster Schritt. Und weil mir das eigentlich total einleuchtet, habe ich mir heute Mittag mal ein schnelles, aber lecker cremiges Püree aus weißen Bohnen mit gebratener Paprika gemacht. Das war weder kompliziert noch zeitaufwändig. Aus gerade einmal zwei Grundzutaten und ein paar Gewürzen hatte ich so innerhalb von zehn Minuten ein leckeres und gesundes Mittagessen. Soll ich euch verraten wie?

Ein paar Tricks vorweg…

Spontanes Kochen ist übrigens viel einfacher, wenn ihr euch angewöhnt, ein paar Grundvorräte immer zu Hause zu haben. Bei uns sind das zum Beispiel folgende:

  • frisches Gemüse und Obst der Saison (kommt einmal pro Woche in Form einer Biokiste zu uns nach Hause)
  • schnell kochende Getreideprodukte wie Couscous, Hirse, Buchweizen, Vollkornnudeln
  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, weiße, schwarze oder rote Bohnen (getrocknet und im Glas)
  • hochwertige Pflanzenöle (Olivenöl, Kokosöl, Sesamöl etc.)
  • frische und getrocknete Kräuter und Gewürze

Wenn ihr am Wochenende Zeit habt, kocht doch mal einen größeren Vorrat an Naturreis, Hirse oder Hülsenfrüchten vor. Unter der Woche könnt ihr das dann einfach mit  frischem Gemüse, Öl, Salz und Pfeffer mischen und habt so in wenigen Minuten ein leckeres und gesundes Essen parat.

Nun aber zu meinem Mittagessen, das so einfach ist, das ist mich schon frage, ob ich es wirklich als Rezept bezeichnen kann…

Weißes Bohnenpüree mit Paprika

#hummus; #vegan; #paprika; #Hülsenfrüchte; #cleaneating

Zutaten:

1 Glas weiße Bohnen (am besten in Bioqualität, da sonst oft Zucker oder andere unnötige Zusatzstoffe enthalten sind)

1 Paprika

gutes Olivenöl

ein paar Blätter Basilikum

Salz, Pfeffer, Kumin, Hefeflocken (optional)

Für das Püree werden die Bohnen inklusive der Flüssigkeit aus dem Glas zusammen mit Salz, Pfeffer, Hefeflocken und Kumin in einem Standmixer gemixt, bis die Konsistenz schön sämig ist. Ein Pürierstab tut es genauso. Die Hefeflocken geben einen etwas „käsigen“ Geschmack, den ich persönlich sehr mag und stecken zudem voller B-Vitamine. Ihr könnt sie aber auch weglassen. Überhaupt dürft ihr das Püree natürlich so würzen, wie es euch am besten schmeckt. Zum Beispiel mit Curry oder Paprika statt Kumin. Oder ihr mixt einen Löffel Sesammus dazu. Statt der weißen Bohnen passen auch Kichererbsen. Dann habt ihr ein klassisches Hummus.

Die Paprika in Streifen schneiden und in einer Pfanne mit reichlich Olivenöl anbraten. Dann mit Salz und Pfeffer würzen und mit ein paar Blättchen Basilikum bestreuen. Basilikum schmeckt übrigens nicht nur lecker frisch, sondern gilt auch als antibakteriell. Zudem soll er sogar gegen Stress wirken. Also wie gemacht für Eltern, wie ich finde 😉

Das Pürree zusammen mit den gebratenen Paprika auf einem Teller schön anrichten und genießen. Es schmeckt übrigens auch kalt noch sehr gut. Guten Appetit!

Yummy! Bananeneis mit Erdbeeren

Endlich ist er da, der Sommer! Für meine Jungs bedeutet das vor allem, endlich weg mit den blöden Socken, endlich Erdbeeren und Tomaten und endlich Eis! Ja, auch Paul hat bereits im zarten Alter von 14 Monaten seine Vorliebe für Eis entdeckt, viel früher als sein großer Buder damals. Aber wie sollte ich es ihm auch vorenthalten, wo doch alle schier verrückt danach sind…

Zum Glück habe ich letzten Sommer Nicecream entdeckt. Schon mal davon gehört? Nicecream ist nicht mehr und nicht weniger als Eis aus gefrorenen Bananen. Sie kommt ohne zusätzlichen Zucker aus, sodass ich keinerlei Hemmungen habe, auch meinem einjährigen Schleckermaul zu erlauben, die eine oder andere Portion davon zu naschen. Und das Beste ist, es dauert keine zehn Minuten, Nicecream zu machen! Geht also auch bei spontanen Eisgelüsten nach einem Tag im Freibad oder auf dem Spielplatz. Vorausgesetzt, ihr habt immer gefrorene Bananen im Tiefkühlschrank. Kann ich im Übrigen nur empfehlen! 😉

Grundrezept für Nicecream (Bananeneis)

pro Person circa eine sehr reife, tiefgefrorene Banane

etwas Flüssigkeit (Milch, Sahne, Kokosmilch etc.)

So geht’s:

Die Bananen am besten schon am Vortag kleinschneiden und in einer Tupperdose gefrieren. Ich kaufe im Supermarkt immer die mit den braunen Flecken, denn die sind besonders süß und friere dann gleich einen großen Vorrat ein.

Die Bananen circa zehn Minuten antauen lassen und dann im Standmixer so lange mixen, bis sie eine cremige Konsistenz haben. Wenn ihr wie ich keinen superteuren Hochleistungsmixer habt, gebt ein bisschen Flüssigkeit hinzu, das hilft ungemein!

Das Bananeneis schmeckt schon pur unglaublich lecker! Noch toller wird es, wenn ihr eine Handvoll Beeren (Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren…), Nüsse oder Kakao mitmixt. Mein persönlicher Geheimtipp für diesen Sommer: Erdbeeren und Kakaonibs! Gebt die Kakaonibs erst am Ende mit in den Mixer , dann bleiben sie schön knusprig. Die Erdbeeren könnt ihr ebenfalls mitmixen oder einfach dazu essen. Aber Vorsicht, sie werden gerne vorher alle weggenascht. Und dann sehen eure Kinder womöglich aus wie Paul auf dem Foto…..

Viel Spaß beim Ausprobieren und ein sonniges Wochenende!

Kindergesänge und Knuspermüsli – so beginnt ein guter Tag

Heute war ein guter Tag. Als ich aufwachte, lagen links und rechts von mir meine beiden Jungs und sangen. Der Große trällerte vergnügt seinen aktuellen Lieblingssong „Hänsel und Gretel“. Der Kleine summte zufrieden vor sich hin. Ganz gerührt wäre ich fast aus den 30 Zentimetern Bett gefallen, die mir die beiden freundlicherweise zum Schlafen überlassen hatten.

In der Küche war der Kaffee schon fertig und der Frühstückstisch gedeckt. Kann ein Tag besser beginnen?

Ganz beschwingt von so viel ungewohnter Harmonie beschloss ich, nachdem mein Freund und der Große aus dem Haus waren, ein Knuspermüsli zu backen. Seit ich weiß, wie einfach das geht, mache ich Müsli nur noch selbst. Schon allein wegen des leckeren Dufts nach Zimt und Ahornsirup, der dann durch unsere Wohnung weht. Der erinnert mich an Nachmittage bei meiner Oma und frisch gebackenen Kuchen in meiner Kindheit und macht mich immer ganz glücklich.

Und falls ihr es auch mal ausprobieren wollt, hier ist ein Rezept, inspiriert vom schönen Blog „Grain de sel„, das ich nach meinem Geschmack etwas abgewandelt habe. Es lässt sich je nach Vorliebe ganz einfach variieren. Schaut, was ihr so im Schrank habt und legt los. Das Prinzip ist immer dasselbe und es dauert keine halbe Stunde.

Viel Spaß beim Ausprobieren und frohes Knuspern!

Knuspermüsli mit Gojibeeren

Zutaten:
200 g Getreideflocken (Hafer, Dinkel etc.)
80-100 g Nüsse (bei mir waren es heute Mandeln)
50 g Kerne (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Pinienkerne)
eine große Prise grobkörniges Meersalz (bitte nicht weglassen, das bringt das „gewisse Etwas“!)
100 ml Olivenöl (lecker ist auch Kokosöl oder Kakaobutter)
optional: 80 ml Ahornsirup
optional: Gewürze wie Zimt, Kardamom, Vanille, Ingwer…
150 g Trockenfrüchte ( bei mir heute Gojibeeren und Rosinen)
Zubereitung:
Zunächst werden die Getreideflocken, die Nüsse und Kerne in einer großen Schüssel vermischt. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Nüsse etwas zerkleinern. Ich lasse sie der Einfachheit halber lieber ganz. Dann gebt ihr das Öl, den Ahornsirup, das Salz sowie die Gewürze dazu und vermischt alles kräftig mit einem großen Löffel. Falls ihr Kokosöl verwendet, erhitzt es kurz in einem Topf, um es flüssig zu machen.
#Granola; #zuckerfrei; #vegan; #clean eating
Zuerst vermischt ihr Flocken, Nüsse und Kerne.
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Backt das Müsli dann circa 20 Minuten im Ofen.
Die Mischung gebt ihr auf ein Backblech und backt sie im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad Umluft 15-20 Minuten. Zwischendurch mal umrühren, damit nichts anbrennt! Nehmt das Blech aus dem Ofen und gebt die Trockenfrüchte zu der Getreide-Nuss-Mischung. Wenn das Müsli richtig abgekühlt ist, füllt es am besten in ein Schraubglas. Luftdicht verschlossen hält es sich etwa  zwei bis drei Wochen. So alt wird es bei uns allerdings nie…
#Knuspermüsli; #Granola; #zuckerfrei
Fertig ist das Knuspermüsli!

Wir mögen das Knuspermüsli gerne mit warmer (Nuss)milch oder mit Joghurt. Es schmeckt aber auch lecker als Crumble auf Eis, Kompott oder im Smoothie.

 

 

Hallo Herbst -ich mag dich!

Ich mag den Herbst. Ehrlich gesagt ist er sogar meine liebste Jahreszeit. Ich mag es, wenn im Wald die Sonne durch die bunten Blätter scheint. Ich liebe es, in der lauwarmen Herbstsonne zu sitzen und dabei einen Kaffee zu trinken. Und ich mag es sogar, dass es abends früher dunkel wird. Weil man es sich dann mit gutem Gewissen zu Hause gemütlich machen kann. Und weil es endlich wieder Kürbis, Äpfel und Birnen gibt.

Natürlich gehören zum Herbst auch diese Dauerregentage, an denen man keinen Fuß vor die Tür setzen will. Die finde ich von Zeit zu Zeit aber gar nicht soo schlimm, denn theoretisch könnte ich dann endlich mal wieder ein Buch lesen oder im Kino eine Schnulze anschauen. Leider mutiert mein Zweijähriger aber zu einem Monster, wenn er sich einmal nicht an der frischen Luft austoben kann. Einer von uns Erwachsenen muss sich also auch bei Wind und Wetter erbarmen undmit ihm auf den Spielplatz gehen. Und weil ich das letztes Wochenende erfreulicherweise NICHT war, hatte ich tatsächlich mal wieder Zeit, einen Kuchen zu backen. Wie ihr wisst, ist das für mich ja das reinste Entspannungsprogramm. Und für den Rest der Familie war es das später beim Probieren natürlich auch. Der Kuchen schmeckt übrigens am besten warm. Mit Schlagsahne oder Eis ist er ein echter Herbsttraum. Das Rezept teile ich wie immer gerne mit euch. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Apfel-Walnuss-Crumble

#vegan; #glutenfrei; #zuckerfrei; #clean eating; #Afelkuchen; #Crumble
Apfel-Walnuss-Crumble Foto: (c) Carsten Abel

 

  • Zutaten für den trockenen Teig:
  • 2 Tassen Hafermehl (gemahlene Haferflocken tun es auch, ich habe das in der Kaffeemühle gemacht)
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 2 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Teelöffel Salz
  • Zutaten für den feuchten Teig:
  • 1 mittelgroßer Apfel, in kleine Stückchen geschnitten
  • 3/4 Tasse Zucker (ich habe Dattelsüße verwendet und fand diese Menge fast schon zu süß)
  • 1/2 Tasse Walnüsse
  • 1 Teelöffel geriebener Ingwer
  • 1 1/2 Esslöffel frischer Zitronensaft und etwas abgeriebene Zitronenschale
  • 1 reife Banane
  • 1/4 Tasse Kokosnussöl, geschmolzen
  • 1 Teelöffel Vanillepulver
  • 1/4 Teelöffel Apfelessig (alternativ einfach mehr Zitronensaft)
  • Zutaten für die Füllung:
  • 1 Tasse Äpfel, in Scheiben geschnitten
  • 1/2 Tasse gehackte Walnüsse
  • Zutaten für die Streusel:
  • 1/4 Tasse Hafermehl (ich habe hier einfach Haferflocken verwendet)
  • 1 1/2 Esslöffel Kokosnussöl, geschmolzen
  • 1 1/2 Esslöffel Zucker (bei mir Dattelsüße)

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Kokosnussöl einfetten.
  2. Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel miteinander vermischen.
  3. Die feuchten Zutaten im Mixer oder mit einem Pürierstab zu einer sämigen Masse pürieren.
  4. Feuchte und trockene Zutaten zusammenfügen und mit einem Löffel gut durchmischen.
  5. Walnüsse und Apfelscheiben dazugeben.
  6. Den Teig auf das gefette Backblech geben.
  7. In der schmutzigen Schüssel alle Zutaten für die Streusel vermischen. Die Streusel auf den Teig im Blech geben.
  8. Bei 180 Grad für circa 25 Minuten backen.

Rezept nach: http://kblog.lunchboxbunch.com/2016/09/apple-walnut-crumble-coffee-cake-vegan.html

 

Sommergedanken und ein Rezept

Sommerferien sind etwas Wunderbares. Aber irgendwann ist gut, das fand ich schon als Kind, wenn mir nach drei, vier Wochen schulfrei jedes Mal so richtig langweilig wurde. Länger als zwei Wochen Urlaub war bei uns selten drin und irgendwann vermisste ich einfach meine Freunde und ein bisschen Struktur im Alltag. Meinem zweijährigen Sohn scheint es nicht anders zu gehen. Seit vier Wochen hat unsere Krippe nun geschlossen und ich bin einen Großteil des Tages mit beiden Kindern allein. Ihr glaubt gar nicht, wie anstrengend ich das finde. Ein Tag im Büro erscheint mir geradezu wie Wellness gegen die Machtkämpfe, die ich mit meinem Zweijährigen Tag für Tag ausfechte.

„Mama, ich will den Paul in die Müllabfuhr schmeißen.“

„Nein, wir schmeißen hier niemanden in die Müllabfuhr.“

„Doch! Ich will die Mama kratzen.“

Und das alles nur, weil ich gerade keine Lust oder Zeit habe, zum hundertsten Mal „Klipp klapp, hier wird was gebaut“ vorzulesen…

Ich bin ein Kita-Fan!

Deshalb verstehe ich beim besten Willen nicht, warum manche Eltern ihre Kinder lieber zu Hause lassen statt sie in die Kita zu schicken. Natürlich weiß jeder selbst am besten, was gut für das eigene Kind ist, aber für mich wäre so eine komplette  Zuhausebetreuung definitiv nichts. Benedikt geht seit seinem ersten Geburtstag in eine Ganztageskrippe und blüht regelrecht auf,  sobald er mit anderen Kindern zusammen ist. Dann baggert, schaufelt oder malt er friedlich mit seinen Freunden oder auch mal alleine und wirkt ganz mit sich im Reinen. Alleine mit uns zu Hause rastet er dagegen regelmäßig aus oder drangsaliert vor lauter überschüssiger Energie seinen kleinen Bruder.

Außerdem sind diese freien Stunden für mich selbst soo wichtig! Egal, ob ich im Verlag Texte redigiere oder wie momentan zu Hause Blogbeiträge schreibe oder irgendetwas in der Küche fabriziere (meine Meditation!), ich brauche diese kinderfreien Stunden, um mich mit Themen zu beschäftigen, die nichts mit Windeln, Frühförderung oder Beikost zu tun haben. Sonst ticke ich aus und werde leider schnell zu einer schreienden Furie.

Zum Glück gab es aber in den vergangenen Wochen auch viele schöne Momente, die wir zusammen erlebt haben. Und die ich wahrscheinlich nicht so intensiv mitgekriegt hätte, wäre mein Sohn wie sonst in die Krippe gegangen. Viele witzige Gespräche haben sich unterwegs ergeben, zum Beispiel in der U-Bahn mit wildfremden Menschen: Benedikt mit ernstem Ernster Blick: „Die tote Motte kann nicht mehr fliegen“. Zustimmendes Brummeln der anderen Fahrgäste. „Da muss die Mama eine neue Motte kaufen.“

Was ich auch genossen habe, waren die vielen gemeinsamen Mahlzeiten mit beiden Kindern. Benedikt auf seinem Kinderstuhl mit einem „Kinderkaffee“ und Keksen, Paul auf meinem Schoß mit einer Gurke (das ist gerade unser Einstieg in die Beikost, mehr dazu kommt bald!), ich mit einer Tasse extrem starken Filterkaffee. Herrlich!

Normalerweise  frühstücken wir zwar alle zusammen, aber mittags isst jeder für sich, bei der Arbeit oder eben in der Krippe. Und so komfortabel das auch ist mit der Vollverpflegung dort, so ist mir doch aufgefallen, dass Benedikt durch das Krippenessen viel mäkeliger geworden ist. Zu Hause gibt es eben auch mal exotische Gewürze oder Gemüsesorten, die auf den ersten Blick nicht gerade ein Renner unter Kindern sind. In der Kita dagegen schon eher Nudeln mit Rahmsoße und andere „Kindergerichte“.

Um die Erbsenpickerei einigermaßen zu vermeiden, mache ich deshalb meistens Gerichte mit vielen verschiedenen Zutaten, bei denen zumindest einige auf den Geschmack meines kleinen Gourmets treffen. Zum Beispiel eine Bowl mit Hirse, Paprika, Möhren, Zuchini und Sonnenblumenkernen, wie ihr sie oben auf dem Bild seht. Das geht einfach und die Zutaten kann man je nach Geschmack variieren. Statt Hirse schmecken auch Reis, Couscous oder Nudeln und bei den Gemüsesorten geht im Prinzip alles. Benedikt greift sich dann einfach das aus dem Teller heraus, was er mag und Paul darf an einem Stück gedünsteter Möhre oder Zuchini lutschen, was er ziemlich spannend findet.

Hirse-Gemüse-Bowl

Zutaten

1 Tasse Hirse (oder Reis, Couscous, Nudeln…)

1  Paprika

3 Möhren

1 Zucchini

Olivenöl

Meersalz

Pfeffer

Sonnenblumenkerne (oder Kürbiskerne, gehackte Mandeln, Pinienkerne…)

evtl. frische Kräuter wie Petersilie (die kommen nur bei uns Erwachsenen dazu, weil Benedikt das „Gras“ verschmäht)

Zubereitung

Die Hirse koche ich in der doppelten Menge Salzwasser 10-15 Minuten, bis alles Wasser aufgesogen ist. Das Gemüse schneide ich in nicht allzu kleine Stücke, damit die Kinder sie gut greifen können. Ich dünste es gerne im Dampfeinsatz, weil das den Eigengeschmack besonders gut erhält. Bei Möhren dauert das Dämpfen etwa 7-10 Minuten, andere Gemüsespoten sind schneller gar. Natürlich kann man das Gemüse auch in einem Topf mit wenig Wasser kochen, wichtig ist bei kleinen Kindern nur, dass harte Gemüsesorten wie Möhren so weich sind, dass sie gut zerkaut beziehungsweise im Mund gelutscht werden können.

Am Schluss fülle ich alles in kleine Schüsseln (Bowls) und tröpfele Olivenöl, Meersalz und etwas Pfeffer dazu. Für meinen Freund und mich gibt es Petersilie und geröstete Sonnenblumenkerne dazu. Die probiert Benedikt je nach Lust und Laune auch mal, aber erst, seit er etwas größer ist und richtig gut kauen kann. Bei kleineren Kindern lässt man Nüsse und Kerne aber wegen der Verschluckungsgefahr weg.

Viel Spaß beim Auprobieren und guten Appetit!

 

 

Hello Sunshine – mit selbstgemachtem Sesam-Schoko-Eis

Endlich Sommer! Zumindest an diesem  Wochenende, aber momentan weiß man ja leider nie, wann das Wetter wieder ins krasse Gegenteil umschlägt. Also schnell die neu erstandenen Eis-am-Stiel-Formen ausprobieren, bevor es dafür wieder zu kalt wird!

Natürlich soll das Eis kleinkindtauglich sein, was für mich heißt, ohne Zucker und anderes unnötiges Zeugs, aber so lecker, dass das keinem Kind auffällt 😉

Ein tolles Rezept für ein extrem leckeres und cremiges Schokoladen-Sesam-Eis finde ich bei der New Yorker Bloggerin Sassy Kitchen. Und bevor der Sommer wieder vorbei ist, teile ich es ganz schnell mit euch. Wenn ihr keine Eis-am-Stiel-Formen habt, könnt ihr die Masse auch einfach in einer runden Tupperdose einfrieren. Denkt dann nur daran, sie vor dem Essen circa 20 Minuten auftauen zu lassen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Cremiges Sesam-Schokoladen-Eis nach Sassy Kitchen (für 8 Eis-am-Stiel-Formen)

Sesammus-Schicht:

  • 2 Dosen Kokosmilch (über Nacht im Kühlschrank gekühlt)
  • 1 sehr reife Banane
  • 2 Esslöffel Sesammus (Tahin)
  • 2 Esslöffel Ahornsirup, Honig oder anderes alternatives Süßungsmittel
  • 1/2 Teelöffel gemahlene Vanille
  • 1 Prise Meersalz

Schokoladen-Schicht:

  • 2 große Bananen
  • 2 gehäufte Esslöffel Mandelmus
  • 2 Esslöffel Kakao
  • optional: 2 Esslöffel Kakaonibs
  • 1 Prise Meersalz

Für die Sesammus-Schicht: Kratzt aus der über Nacht im Kühlschrank gekühlten Dose Kokosmilch die festen Bestandteile heraus. Dabei handelt es sich um die Kokoscreme. Die flüssige Kokosmilch könnt ihr für etwas anderes verwenden oder einfach pur trinken. Mit der Banane, dem Sesammus, dem Ahornsirup, der Vanille und dem Meersalz im Mixer mixen. Wer keinen hat, kann auch einen Pürierstab verwenden. Aus dem Mixer in eine Schüssel umfüllen und kurz kühl stellen.

Für die Schokoladenschicht: Nun die zwei weiteren Bananen zusammen mit dem Mandelmus, dem Kakao und dem Meersalz mixen. Ganz zum Schluss die Kakaonibs mit einem Löffel unterheben. Alternativ könnt ihr auch gehackte Mandeln oder Cashewnüsse verwenden.

Nun die beiden Schichten nacheinander in die Eisformen füllen. Die Schokoladenschicht kommt nach oben. Am besten geht das mit einem kleinen Löffel. Für 4 bis 6 Stunden gefrieren lassen und dann genießen 🙂

Ach ja, um das Eis aus der Form herauszukriegen, lasst am besten etwas Wasser darüber laufen.

Eis am Stil; vegan; glutenfrei; zuckerfrei
Lecker! Foto: (C) Chris Kain https://www.instagram.com/carsabel/