Noch keine Ideen für Weihnachten? -Drei einfache Geschenke zum Selbermachen

Vor ein paar Wochen habe ich euch hier im Blog berichtet, wie ich versuche, dem allgemeinen Stress in der Vorweihnachtszeit zu entgehen. Einer meiner „Tricks“ besteht darin, die Anzahl der Geschenke auf ein Minimum zu reduzieren. Nicht, weil ich anderen nicht gerne eine Freude mache oder mich nicht freue, wenn andere an mich denken. Nein, es geht mir vielmehr darum, mich im Advent und an Weihnachten auf das Wesentliche zu konzentrieren und unnötigen Ballast zu vermeiden.

Worum geht es im Advent?

Für mich ist es am Ende des Jahres wichtig, einen Gang zurückzuschalten, das Jahr Revue passieren zu lassen und Bilanz zu ziehen. Dafür muss ich zur Ruhe kommen und wieder mehr nach innen schauen, statt wie wild durch die Innenstadt zu rennen, um Geschenke zu besorgen.

Aber genauso wichtig ist mir in der Weihnachtszeit, an die Menschen zu denken, die mir am Herzen liegen. Geschenke sind eine Möglichkeit, das zu tun, wenn auch nicht die einzige. Warum nicht mal wieder die alte Schulfreundin anrufen, die man schon so lange nicht gesprochen hat? Oder ganz altmodisch ein paar Weihnachtsgrüße per Post verschicken?

Oder eben die Geschenke selbst machen…

Eine andere Möglichkeit ist es, Geschenke einfach selbst zu machen. Das bedeutet, sich ganz bewusst Zeit zu nehmen, um jemand anderem eine Freude zu machen. Tolle Idee, finde ich. Leider bin ich eine Niete, was jede Art von Handarbeit betrifft. Also lag es nahe, irgendetwas in der Küche zu fabrizieren. Meine Kinder habe ich dabei auch eingespannt, was für alle lustig war. Der Kleine durfte einfach in der Trage dabei sein und der Große alle nötigen Utensilien  suchen. So konnte ich ganz in Ruhe herumwerkeln, was mich mehr in Weihnachtsstimmung versetzt als jeder Weihnachtsmarkt. Mein schönstes (Vor-)Weihnachtserlebnis war übrigens mal ein 23. Dezember, den ich als Teeanger komplett damit verbrachte, meiner guatemaltekischen Gastoma zu helfen, mindestens 500 Mais-Tortillas für die Großfamilie vorzubereiten. Eine echte Achtsamkeitsmeditation! Da man damit hierzulande aber eher wenige begeistern kann, verrate ich euch jetzt, womit ich in diesem Jahr meinen Lieben eine Freude machen will. Vielleicht inspiriert das ja den einen oder anderen von euch. Übrigens sind alle Ideen schnell und einfach umsetzbar, versprochen!

Idee 1. Meersalz-Peeling mit Orange und Minze

Das brauchst du:

  • Schale von 1 Orange
  • 1 Zweig Pfefferminze
  • Olivenöl
  • grobkörniges Salz
  • feinkörniges Salz

So geht’s:

Schäle die Orange mit einem Sparschäler und schneide die Schale in kleine Würfel. Schneide die Minze in feine Streifen und lege ein kleines Blättchen als Deko beiseite.Vermische die beiden Salzsorten mit dem Öl, so dass eine homogene Masse entsteht. Das Salz soll nicht im Öl schwimmen. Gib die Orangenschale und die Minze zu dem Salz-Öl Gemisch und durchmenge alles mit den Händen (toller Peeling-Effekt!). Fülle das fertige Peeling in ein sauberes Glas und lege ein Minzblättchen oben auf. Fertig!

Idee nach Cadika Lifestyle

 Idee: 2. Badesalz mit Lavendel

Das brauchst du:

  • drei kleine Fläschchen à 100 ml (zum Beispiel diese)
  • pro Flasche 6 EL grobes Meersalz und 3 EL Glaubersalz ( gibt es in der Apotheke)
  • zum Färben: 1 TL Cranberrysaft (Drogeriemarkt)
  • je 5 Tropfen Lavendel-Duftöl (zum Beispiel von Primavera)

So geht’s:

Vermische die Salzsorten. Gib dann den Cranberrysaft dazu und trockne das Salz im Ofen bei 50 Grad. Das dauert circa 20 Minuten. Erst nach dem Trocknen kommt das Duftöl dazu. Fülle das fertige Badesalz nun in die Fläschchen. Fertig!

Idee nach Brigitte.de

Idee 3. Weihnachtliches Knuspermüsli

Mein Grundrezept für Knuspermüsli findet ihr hier. Das Rezept lässt sich natürlich beliebig abwandeln. Weihnachtlich wird es, wenn man zur Mischung aus Getreideflocken und Öl Gewürze hinzugibt. Meinem Weihnachtsmüsli habe ich daher Lebkuchengewürz beigemischt. Das ist meist eine Mischung aus Zimt, Vanille und Muskat. Auch Walnüsse und Mandeln machen das Müsli weihnachtlich. Oder versucht es mal mit getrockneten und kandierten Orangen. Schöne Gläser zum Befüllen und Verschenken gibt es zum Beispiel hier.

Viel Spaß beim Ausprobieren und einen schönen Advent weiterhin!

O du stressige? -3 Tipps für eine achtsame und entschleunigte Vorweihnachtszeit

Wer kennt das nicht? Jahr für Jahr nehmen wir uns vor, es dieses Mal ganz gemütlich und entspannt anzugehen im Advent. Plätzchen backen mit den Kindern. Karten schreiben an Freunde, die man viel zu selten sieht, einen Adventskalender basteln…

Spätestens Mitte Dezember kriegen wir dann aber doch Schweißausbrüche angesichts der immer noch fehlenden Geschenkideen, die in überlaufenen Innenstädten einfach nicht aufkommen wollen. Und auch wegen der logistischen Herausforderungen, die die Feiertage am Jahresende so mit sich bringen: Wo verbringen wir Heiligabend? Wer kümmert sich um das Essen? Und wie zum Teufel verklickern wir Tante Heidi und Onkel Franz, dass wir es dieses Jahr leider nicht schaffen werden zum traditionellen Festtagsbraten?

Die Achtsamkeit bleibt auf der Strecke

Angesichts all der übertriebenen Erwartungen, die wir an Weihnachten haben, ist die Zeit davor für viele Menschen zur stressigsten des Jahres geworden. Schade! Denn eigentlich laden die kurzen, dunklen Tage doch regelrecht dazu ein, mal einen Gang runter zu schalten und zur Ruhe zu kommen. Nur, wie soll man das schaffen, wenn um einen herum alle durchdrehen und dem Konsum frönen?

Leider bin auch nicht gerade die Ruhe in Person, wenn ich an die noch fehlende Deko bei uns zu Hause denke und an die Weihnachtsgeschenke für die Kinder. Aber ich habe ein paar Tipps, die euch vielleicht dabei helfen, etwas gelassener ins neue Jahr zu rutschen. Probiert sie aus, Übung macht den Meister, versprochen!

Tipp 1: Den Advent mit allen Sinnen genießen

Bratapfelduft liegt in der Luft. Süßer Plätzchenteig will mit den Händen geknetet (und natürlich auch probiert) werden. In den Fenstern sieht man auf dem Nachhauseweg am Abend bunte Lichter leuchten. Und irgendwo hört man im Vorbeigehen die alten Weihnachtslieder, die man von früher kennt. Der Advent ist eigentlich DIE Gelegenheit, alle Sinne zu schulen und wieder achtsam durchs Leben zu gehen. Das ist nicht nur schöner, als sich beim Black Friday um die letzten Adventskränze zu prügeln, sondern echtes Entspannungstraining. Weil man beim Genießen voll und ganz im Augenblick ist und nicht schon drei Wochen im Voraus bei der Planung des Festtagsmenüs oder der öden Weihnachtsfeier des Sportvereins. Also, nehmt euch die Zeit und genießt, was das Zeug hält!

Tipp 2: Sich zurückziehen

Apropos Weihnachtsfeier. Müssen wir wirklich überall dabei sein? Beim Plätzchenbacken im Kindergarten, der betrieblichen Weihnachtsfeier oder beim alljährlich stattfindenden Gänsebraten-Essen mit den Studienkollegen? Ich finde nicht! Das Leben ist sowieso zu kurz für Halbherzigkeiten und am Ende des Jahres verfliegt die Zeit gefühlt noch viel schneller als sonst. Tut nur das, wonach euch wirklich der Sinn steht. Trefft nur die Menschen, die euch am Herzen liegen. Und hört denen dafür umso aufmerksamer zu. Es ist völlig in Ordnung, eine Einladung freundlich, aber bestimmt auszuschlagen.

Tipp 3: Auf Geschenke verzichten

Dieser Tipp gefällt sicher nicht jedem. Gerade, wer Kinder, Enkelkinder, Nichten oder Neffen hat, verspürt meist den Wunsch, diese an Weihnachten mit Geschenken zu überhäufen. Und die Werbung suggeriert uns ja auch, dass darin der eigentliche Sinn von Weihnachten besteht. Aber seid doch mal ehrlich: Wie viele der Geschenke, die Jahr für Jahr unterm Tannenbaum liegen, fristen bald ein kümmerliches Dasein in einer vergessenen Schublade? Bestenfalls werden sie an Sylvester beim Schrottwichteln erneut unters Volk gebracht. Und stellt euch doch mal vor, wie entspannt Weihnachten wäre, wenn sich niemand verpflichtet fühlen würde, irgendjemandem etwas zu schenken? Hach, ein Traum! Weil das aber nun mal nicht jeder so sieht, machen wir es in unserer Familie seit ein paar Jahren so, dass wir an Weihachten wichteln. Jeder macht also genau ein Geschenk und bekommt auch nur eines. Der Betrag hierfür wird vorher festgelegt, ebenso wer wen beschenkt. Für mich ein Kompromiss, aber immerhin ein erster Schritt zu einem minimalistischen, entspannteren Weihnachten.

Und, wie schafft ihr es, dem Stress in der Vorweihnachtszeit zu entgehen? Ich bin gespannt auf eure Tipps! Genießt den Advent, bis bald!