Voll verzuckert! Das Dilemma mit den Süßigkeiten

Wer hier öfters mitliest weiß, dass ich es liebe, Rezepte mit euch zu teilen. Und auch, dass die immer zuckerfrei sind. Weil ich Zucker für eine ziemlich fiese Sache halte und ihn – zumindest zu Hause – komplett aus unserem Familien-Speiseplan gestrichen habe. Obwohl ich Süßkram liebe. Warum ich bei diesem Thema so streng bin, will ich euch heute erklären. Und auch ein kleines Rezept wird es wieder geben. Natürlich zuckerfrei 😉

 

Selbst ein Zuckerjunkie…

Um es gleich mal vorweg zu nehmen. Ich war ein richtiges Toastbrot- und Nutella-Kind. Statt Wasser trank ich viele Jahre lang nur süße Limo und auch sonst gab es bei mir zu Hause keinerlei Einschränkungen, was den Konsum von Zucker oder Süßigkeiten betrifft. Lange Zeit habe ich mir darüber auch keine Gedanken gemacht, denn ich war trotz allem immer sehr schlank und kam gar nicht erst auf die Idee meine diversen gesundheitlichen Probleme (Akne, periorale Dermatitis, Rheuma mit 20, Schlafstörungen etc.) auf meinen Zuckerkonsum zurückzuführen. Das kam erst später, als ich von zu Hause auszog, andere Ernährungsgewohnheiten und -Glaubenssätze kennenlernte und zum ersten Mal selbst dafür verantwortlich war, was auf meinem Teller landete.

Umdenken in der Schwangerschaft

So richtig fiel der Groschen aber erst in meiner zweiten Schwangerschaft, als meine Frauenärztin bei einer Routineuntersuchung eine schwere Schwangerschaftsdiabetes diagnostizierte. Fälschlicherweise, wie sich später herausstellte. Aber die 14 Tage Schockstarre genügten mir, um mich endlich einmal intensiv mit dem Thema „Zucker“ auseinanderzusetzen. Wegweisend war für mich dabei der Film „Voll verzuckert“ , der mir zum ersten Mal die Tragweite unseres extremen Zuckerkonsums vor Augen führte. Schaut ihn euch am besten selbst an, wenn ihr ihn noch nicht kennt, er ist wirklich spannend!

Ich bin nun keine Ernährungswissenschaftlerin, aber ein paar interessante Fakten zum Thema „Zucker“ möchte ich trotzdem gerne mit euch teilen:

  1. Zucker macht süchtig! Zucker hat auf unser Gehirn in etwa die gleich Wirkung wie Kokain. Und wenn man einmal süchtig ist, ist es nahezu unmöglich, ohne Komplettverzicht wieder zu einem „normalen“ Konsum zurückzukehren. Wenn wir Süßigkeiten essen, steigt unser Blutzuckerspiegel rasant an, fällt aber genauso rasant wieder ab. Das liefert uns keine Energie, sondern führt zu einem Teufelskreislauf, denn unser Körper braucht immer wieder Zuckernachschub. Wie das genau funktioniert und welche Alternativen zu Zucker es gibt, könnt ihr zum Beispiel hier nachlesen.
  2. Ein übermüßiger Zuckerkonsum kann auf Dauer schwere Erkrankungen wie , Fettleibigkeit, Diabetes und Fettleber zur Folge haben. Mehr Infos dazu findet ihr zum Beispiel hier.
  3. Zucker ist ein Nährstoffräuber. Er entzieht unserem Körper B-Vitamine und Mineralstoffe, was nicht nur Zähne und Knochen schwächt, sondern mit den Jahren den gesamten Organismus. Der Wiener Arzt Georg Weidinger, der sich unter anderem auf Traditionelle chinesische Medizin spezialisiert hat, beschreibt die Wirkung von Zucker folgendermaßen:„… was also geschieht, wenn man sehr viel Zucker isst … Der Körper hat dauerhaft Stress und zeigt das durch viele Faktoren wie hohen Blutdruck, hohe Blutfette, Fettleibigkeit, Diabetes Mellitus Typ II, …, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herz-Kreislauferkrankungen und, und, und.“ (Die Heilung der Mitte, S. 214)
  4. Einige Studien stellen einen Zusammenhang zwischen einem hohen Zuckerkonsum und Alzheimer fest. Auch Hyperaktivität bei KIndern wird oft in Zusammenhang mikt einem hohen Zuckerkonsum gebracht.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Aber, worum es mir hier eigentlich geht ist folgendes:

Wie schaffe ich es, meine Kinder vom Zucker fernzuhalten?

Leider muss ich euch gestehen, dass auch ich das nicht komplett nicht schaffe. Zucker ist einfach zu allgegenwärtig und gesellschaftlich immer noch weit akzeptiert. Spätestens seit mein Großer in den Kindergarten geht, habe ich die Kontrolle über seinen Zuckerkonsum ein Stück weit verloren. Muffins hier, Wackelpudding dort und immer wieder zuckersüße Geburtstagstüten. Klar, dass da kein Kind widerstehen kann.

Bei meinem Kleinen habe ich glücklicherweise noch etwas mehr Kontrolle, weil es in seiner Krippe – wie in den meisten Einrichtungen für Unter-Dreijährige – keinerlei Zucker oder Süßigkeiten gibt. Komisch, oder, als wäre Zucker für Über-Dreijährige plötzlich kein Problem mehr. Na ja, momentan ist also noch alles im grünen Bereich und er ist glücklich und zufrieden, wenn er an einem Pfirsich lutschen darf. Und darüber bin ich heilfroh, denn wie viele Kinder mit Trisomie 21 ist auch Paul ein leidenschaftlicher Esser, der nur schwer zu stoppen ist.

Umso wichtiger ist es mir bei ihm, gesunde Essgewohnheuten zu etablieren. Denn in den ersten drei Lebensjahren wird das Geschmacksempfinden für das gesamte Leben ausgebildet . Kinder, die sich dann schon an die unnatürliche Süße von Fruchtjoghurt, Schokoriegel und Co. gewöhnt haben, werden es ihr Leben lang schwer haben, die natürliche Süße von Früchten, Trockenfrüchten als „süß genug“ zu empfinden.

„Schwer haben“ bedeutet aber zum Glück nicht, dass das unmöglich ist. Ich selbst habe wie gesagt erst vor etwa zwei Jahren Zucker komplett aus meinem Speiseplan gestrichen und nach einer kurzen Umstellungsphase empfinde ich normale Süßigkeiten mittlerweile als geradezu eklig süß. Eine Ausnahme mache ich hin und wieder bei Kuchen. Aber nur selbstgebackenen, der hier im Schwabenland zum Glück eh nicht soo süß ist. Ansonsten gilt bei uns die Regel: Zu Hause nur selbst gemachte Süßigkeiten aus Früchten, Trockenfrüchten oder auch mal etwas Honig, aber auch die nur in sehr kleinen Mengen. Unterwegs oder bei anderen dürfen die Kinder hingegen alles probieren. Anders lässt sich in meinen Augen Frust und Futterneid nicht vermeiden. Hier setze ich einfach langfristig auf meine Vorbildfunktion.

Puh, dieser Post ist wirklich lang geworden. Das Thema liegt mir einfach sehr am Herzen. Ich weiß nicht, wie ihr es handhabt mit den Süßigkeiten, das würde mich wirklich interessieren! Ach ja, und fast hätte ich es vergessen, ein „Rezept“ wollte ich ja auch noch mit euch teilen. Dabei handelt es sich schlicht um meine persönlichen „Notfallbonbons“, wenn mich die Lust auf Süßes übermannt. Sie bestehen aus zwei Zutaten und sind so lecker, dass ich selbst eine bekennende Zuckerjunkie-Freundin vor kurzem damit begeistern konnte.

Dattelbonbons mit Mandelmus

Zutaten: Medjool-Datteln (oder andere, die sind einfach besonders weich und süß)

Mandelmus (alternativ Erdnussmus, Kokosmus, Sesammus oder was immer ihr gerne mögt. Achtet nur darauf, dass es zu 100% aus Nuss besteht und kein Salz oder Zucker zugefügt ist)

Die Datteln in der Mitte aufschneiden und mit so viel Nussmus füllen, wie ihr wollt. Bei mir darf es richtig viel sein 🙂 Datteln sind zuckersüß und sollten daher nur in Maßen gegessen werden. Aber im Gegensatz zu Haushaltszucker enthalten sie noch viele wertvolle Mineralien wie Eise, Kalzium und Mangnesium. Nüsse stecken voller gesunder Fette, die gut fürs Herz und Hirn sind. Sie machen also satt, glücklich, schlau und schön. Ist das nicht großartig?

 

Yummy! Bananeneis mit Erdbeeren

Endlich ist er da, der Sommer! Für meine Jungs bedeutet das vor allem, endlich weg mit den blöden Socken, endlich Erdbeeren und Tomaten und endlich Eis! Ja, auch Paul hat bereits im zarten Alter von 14 Monaten seine Vorliebe für Eis entdeckt, viel früher als sein großer Buder damals. Aber wie sollte ich es ihm auch vorenthalten, wo doch alle schier verrückt danach sind…

Zum Glück habe ich letzten Sommer Nicecream entdeckt. Schon mal davon gehört? Nicecream ist nicht mehr und nicht weniger als Eis aus gefrorenen Bananen. Sie kommt ohne zusätzlichen Zucker aus, sodass ich keinerlei Hemmungen habe, auch meinem einjährigen Schleckermaul zu erlauben, die eine oder andere Portion davon zu naschen. Und das Beste ist, es dauert keine zehn Minuten, Nicecream zu machen! Geht also auch bei spontanen Eisgelüsten nach einem Tag im Freibad oder auf dem Spielplatz. Vorausgesetzt, ihr habt immer gefrorene Bananen im Tiefkühlschrank. Kann ich im Übrigen nur empfehlen! 😉

Grundrezept für Nicecream (Bananeneis)

pro Person circa eine sehr reife, tiefgefrorene Banane

etwas Flüssigkeit (Milch, Sahne, Kokosmilch etc.)

So geht’s:

Die Bananen am besten schon am Vortag kleinschneiden und in einer Tupperdose gefrieren. Ich kaufe im Supermarkt immer die mit den braunen Flecken, denn die sind besonders süß und friere dann gleich einen großen Vorrat ein.

Die Bananen circa zehn Minuten antauen lassen und dann im Standmixer so lange mixen, bis sie eine cremige Konsistenz haben. Wenn ihr wie ich keinen superteuren Hochleistungsmixer habt, gebt ein bisschen Flüssigkeit hinzu, das hilft ungemein!

Das Bananeneis schmeckt schon pur unglaublich lecker! Noch toller wird es, wenn ihr eine Handvoll Beeren (Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren…), Nüsse oder Kakao mitmixt. Mein persönlicher Geheimtipp für diesen Sommer: Erdbeeren und Kakaonibs! Gebt die Kakaonibs erst am Ende mit in den Mixer , dann bleiben sie schön knusprig. Die Erdbeeren könnt ihr ebenfalls mitmixen oder einfach dazu essen. Aber Vorsicht, sie werden gerne vorher alle weggenascht. Und dann sehen eure Kinder womöglich aus wie Paul auf dem Foto…..

Viel Spaß beim Ausprobieren und ein sonniges Wochenende!

Knuspermüsli für Schoko-Junkies in zwei Varianten

Nieselregen, Trotzanfälle, schlaflose Nächte. Die letzten Wochen waren bei uns teilweise ganz schön nervenaufreibend! Und auch wenn jetzt morgens schon die Vögel zwitschern, wenn ich aufwache, wird der Frühling wohl noch eine Weile auf sich warten lassen…

Deshalb brauche ich gleich zum Frühstück etwas Stimmungsaufhellendes, Leckeres, das außerdem noch wach macht. Schokolade! Und zwar in ihrer reinsten Form.

Nach einigem Herumtüfteln habe ich nun ein knuspriges, schokoladiges Müsli gebacken, das all diese Anforderungen erfüllt und das ihr ohne schlechtes Gewissen schon frühmorgens genießen dürft, denn es ist vollgepackt mit gesunden Zutaten: Roher Kakao wirkt stimmungsaufhellend und anregend, Haferflocken halten dank der vielen Ballaststoffe lange satt und stecken voller gesunder Proteine und Mineralstoffe. Mandeln enthalten wertvolle ungesättigte Fette, die nicht etwa dick machen, sondern uns vor Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen können. Außerdem stecken sie voller Antioxidantien und gelten deshalb als Anti-Aging-Mittel schlechthin.

Darüber hinaus ist das Müsli aber soo lecker, dass man gar nicht genug davon kriegen kann. Und für all diejenigen, die wie ich einen kleinen, zahnlosen Mitesser am Tisch sitzen haben, gibt es noch eine abgewandelte Baby-Variante. Viel Spaß beim Ausprobieren und lasst es euch gutgehen!

Knuspermüsli mit Mandeln und Kakaonibs

Zubereitungszeit: 25 Minuten

Zutaten für ein großes Schraubglas:

3 Tassen Haferflocken

3/4 Tasse Kakaonibs

1 Tasse gehackte Mandeln

3/4 Tasse natives Kokosöl (im Topf flüssig gemacht)

1/2 Tasse Ahornsirup oder anderes Süßungsmittel nach Wahl

3 gehäufte Esslöffel Rohkakao

Zubereitung:

Haferflocken, Kakaonibs und gehackte Mandeln in eine große Schüssel geben. Das flüssige Kokosöl und den Ahornsirup dazu geben und mit einem großen Löffel gut durchmischen. Im vorgeheizten Backofen auf einem Backblech mit Backpapier bei 180 Grad Umluft 15-20 Minuten knusprig backen. Dabei gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.

Backblech aus dem Ofen holen und das rohe Kakaopulver zur Müslimischung geben. Alles nochmal durchmischen und auskühlen lassen. Erst dann in ein luftdicht verschlossenes Gefäß füllen. Das Müsli hält sich im Küchenschrank circa drei Wochen, aber so lange werdet ihr es kaum aufheben 😉

Baby-Variante für zahnlose Ungeheuer

Wer noch keine oder nur sehr wenige Zähne hat, kann noch keine ganzen Mandeln essen. Außerdem verzichten Babies im ersten Lebensjahr am besten komplett auf jegliche Süßungsmittel, denn sie haben noch so feine Geschmacksnerven, das sie diese schlicht nicht brauchen. Honig und Ahornsirup können außerdem Sporen des Bakteriums Clostridium botolinum enthalten, das für Babies lebensbedrohlich sein kann.

Roher Kakao wirkt außerdem wie gesagt anregend und hat eine ähnliche Wirkung wie Koffein. Gut für übernächtigte Eltern, aber nicht unbedingt für Babies. Aber kein Problem, für Paul und seine Altersgenossen ändern wir das Rezept einfach ein bisschen um. Statt ganzer Mandeln gibt es Mandelmus und statt Kakao Carobpulver. Das schmeckt angenehm süß und macht weitere Süßungsmittel überflüssig.

Zutaten für ein kleines Schraubglas:

1 Tasse Haferflocken

1/2 Tasse natives Kokosöl, flüssig

1 großer Esslöffel Mandelmus

1 großer Esslöffel Carobpulver. Gibt es zum Beispiel von Rapunzel.

Zubereitung:

Die Haferflocken mit dem Mandelmus, dem Carobpulver und dem flüssigen Kokosöl vermischen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad circa 20 Minuten knusprig backen. Umrühren nicht vergessen!  Wenn das Müsli nach dem Backen abgekühlt ist, in ein kleines Schraubglas füllen. Pauli liebt es übrigens mit Banananscheiben.

Easy peasy 20-Minuten-Plätzchen

Plätzchen backen gehört für mich zum Advent dazu. Klar kann man die auch kaufen, aber es geht doch nichts über den Duft nach selbstgebackenen, süßen Plätzchen in der Wohnung. Und für Kinder ist Ausrollen, ausstechen und Teig naschen sowieso das Größte. Also haben wir am vergangenen Wochenende gebacken und hatten dabei  viel Spaß.

Mit dem Rezept, das ich heute mit euch teilen möchte, war das kein Problem, denn es ist kinderleicht und bis man die Plätzchen naschen kann dauert es, abgesehen von der Kühlzeit, keine 20 Minuten. Gefunden haben wir das Rezept  übrigens in meinem Lieblingskinderkochbuch Junika beginnt zu essen, das ich euch echt ans Herz legen kann! Die beiden Autorinnen haben auch einen schönen Blog, von dem ich mich immer wieder inspirieren lasse. Alle Rezepte sind schon für ganz kleine KInder im Beikostalter geeignet, absolut gelingsicher und immer  super lecker.

Das Plätzchenrezept aus dem Buch habe ich als Basis genutzt und dann einfach nach meinen Vorstellungen abgewandelt. Im Advent lässt es sich zum Beispiel wunderbar mit Gewürzen wie Zimt, Anis oder Vanille ergänzen. Da kann sich jeder nach Lust und Laune austoben.

In die Plätzchen kommt übrigens kein Zucker, sondern nur zerdrückte Banane. Deshalb sind sie auch schon für kleine Essanfänger wie meinen Sohn Paul geeignet. Er fand sie dann auch echt gut  :-). Wer aber an den extrem süßen Geschmack „normaler“ Weihnachtsplätzchen gewöhnt ist, dem fehlt es wahrscheinlich etwas an Süße. Nehmt dann vielleicht beim ersten Mal etwas mehr Banane oder zusätzlich ein paar pürierte Datteln dazu. Der Geschmackssinn braucht eine Weile, um sich an weniger Süße zu gewöhnen. Aber es lohnt sich, durchzuhalten, denn irgendwann findet man fertige Plätzchen oder Kuchen vom Bäcker gar nicht mehr so lecker und auch der Schokoriegel in der Schublade macht einen nicht mehr so an…

So, nun aber das versprochene Rezept. Viel Spaß beim Ausprobieren und einen schönen Advent weiterhin!

Butterkekse (Zutaten für ein Blech)

125 Gramm Dinkelmehl

50 Gramm Banane (eventuell mehr)

75 Gramm Butter

Die Schale einer geriebenen Orange

optional Gewürze (bei uns dieses Mal Vanille)

Die Butter in kleine Stücke schneiden und alle Zutaten zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten. Das geht gut mit dem Knethaken der Küchenmaschine. Danach muss der Teig für circa eine Stunde in den Kühlschrank. Mein Tipp: Macht das am Morgen ohne Kinder, denn die sehen nicht ein, warum sie so lange warten müssen 😉

Den Teig dann etwa 5 mm dick ausrollen und nach Belieben Formen ausstechen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad Umluft circa zehn Minuten backen. Bei sehr dicken Plätzchen und einem alten Ofen kann es auch 15 Minuten dauern, im Zweifel lieber mal den Ofen aufmachen und testen. Das war’s schon, ihr seht, Plätzchenbacken kann echt easy sein.

Kindergesänge und Knuspermüsli – so beginnt ein guter Tag

Heute war ein guter Tag. Als ich aufwachte, lagen links und rechts von mir meine beiden Jungs und sangen. Der Große trällerte vergnügt seinen aktuellen Lieblingssong „Hänsel und Gretel“. Der Kleine summte zufrieden vor sich hin. Ganz gerührt wäre ich fast aus den 30 Zentimetern Bett gefallen, die mir die beiden freundlicherweise zum Schlafen überlassen hatten.

In der Küche war der Kaffee schon fertig und der Frühstückstisch gedeckt. Kann ein Tag besser beginnen?

Ganz beschwingt von so viel ungewohnter Harmonie beschloss ich, nachdem mein Freund und der Große aus dem Haus waren, ein Knuspermüsli zu backen. Seit ich weiß, wie einfach das geht, mache ich Müsli nur noch selbst. Schon allein wegen des leckeren Dufts nach Zimt und Ahornsirup, der dann durch unsere Wohnung weht. Der erinnert mich an Nachmittage bei meiner Oma und frisch gebackenen Kuchen in meiner Kindheit und macht mich immer ganz glücklich.

Und falls ihr es auch mal ausprobieren wollt, hier ist ein Rezept, inspiriert vom schönen Blog „Grain de sel„, das ich nach meinem Geschmack etwas abgewandelt habe. Es lässt sich je nach Vorliebe ganz einfach variieren. Schaut, was ihr so im Schrank habt und legt los. Das Prinzip ist immer dasselbe und es dauert keine halbe Stunde.

Viel Spaß beim Ausprobieren und frohes Knuspern!

Knuspermüsli mit Gojibeeren

Zutaten:
200 g Getreideflocken (Hafer, Dinkel etc.)
80-100 g Nüsse (bei mir waren es heute Mandeln)
50 g Kerne (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Pinienkerne)
eine große Prise grobkörniges Meersalz (bitte nicht weglassen, das bringt das „gewisse Etwas“!)
100 ml Olivenöl (lecker ist auch Kokosöl oder Kakaobutter)
optional: 80 ml Ahornsirup
optional: Gewürze wie Zimt, Kardamom, Vanille, Ingwer…
150 g Trockenfrüchte ( bei mir heute Gojibeeren und Rosinen)
Zubereitung:
Zunächst werden die Getreideflocken, die Nüsse und Kerne in einer großen Schüssel vermischt. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Nüsse etwas zerkleinern. Ich lasse sie der Einfachheit halber lieber ganz. Dann gebt ihr das Öl, den Ahornsirup, das Salz sowie die Gewürze dazu und vermischt alles kräftig mit einem großen Löffel. Falls ihr Kokosöl verwendet, erhitzt es kurz in einem Topf, um es flüssig zu machen.
#Granola; #zuckerfrei; #vegan; #clean eating
Zuerst vermischt ihr Flocken, Nüsse und Kerne.
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Backt das Müsli dann circa 20 Minuten im Ofen.
Die Mischung gebt ihr auf ein Backblech und backt sie im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad Umluft 15-20 Minuten. Zwischendurch mal umrühren, damit nichts anbrennt! Nehmt das Blech aus dem Ofen und gebt die Trockenfrüchte zu der Getreide-Nuss-Mischung. Wenn das Müsli richtig abgekühlt ist, füllt es am besten in ein Schraubglas. Luftdicht verschlossen hält es sich etwa  zwei bis drei Wochen. So alt wird es bei uns allerdings nie…
#Knuspermüsli; #Granola; #zuckerfrei
Fertig ist das Knuspermüsli!

Wir mögen das Knuspermüsli gerne mit warmer (Nuss)milch oder mit Joghurt. Es schmeckt aber auch lecker als Crumble auf Eis, Kompott oder im Smoothie.

 

 

Hallo Herbst -ich mag dich!

Ich mag den Herbst. Ehrlich gesagt ist er sogar meine liebste Jahreszeit. Ich mag es, wenn im Wald die Sonne durch die bunten Blätter scheint. Ich liebe es, in der lauwarmen Herbstsonne zu sitzen und dabei einen Kaffee zu trinken. Und ich mag es sogar, dass es abends früher dunkel wird. Weil man es sich dann mit gutem Gewissen zu Hause gemütlich machen kann. Und weil es endlich wieder Kürbis, Äpfel und Birnen gibt.

Natürlich gehören zum Herbst auch diese Dauerregentage, an denen man keinen Fuß vor die Tür setzen will. Die finde ich von Zeit zu Zeit aber gar nicht soo schlimm, denn theoretisch könnte ich dann endlich mal wieder ein Buch lesen oder im Kino eine Schnulze anschauen. Leider mutiert mein Zweijähriger aber zu einem Monster, wenn er sich einmal nicht an der frischen Luft austoben kann. Einer von uns Erwachsenen muss sich also auch bei Wind und Wetter erbarmen undmit ihm auf den Spielplatz gehen. Und weil ich das letztes Wochenende erfreulicherweise NICHT war, hatte ich tatsächlich mal wieder Zeit, einen Kuchen zu backen. Wie ihr wisst, ist das für mich ja das reinste Entspannungsprogramm. Und für den Rest der Familie war es das später beim Probieren natürlich auch. Der Kuchen schmeckt übrigens am besten warm. Mit Schlagsahne oder Eis ist er ein echter Herbsttraum. Das Rezept teile ich wie immer gerne mit euch. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Apfel-Walnuss-Crumble

#vegan; #glutenfrei; #zuckerfrei; #clean eating; #Afelkuchen; #Crumble
Apfel-Walnuss-Crumble Foto: (c) Carsten Abel

 

  • Zutaten für den trockenen Teig:
  • 2 Tassen Hafermehl (gemahlene Haferflocken tun es auch, ich habe das in der Kaffeemühle gemacht)
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 2 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Teelöffel Salz
  • Zutaten für den feuchten Teig:
  • 1 mittelgroßer Apfel, in kleine Stückchen geschnitten
  • 3/4 Tasse Zucker (ich habe Dattelsüße verwendet und fand diese Menge fast schon zu süß)
  • 1/2 Tasse Walnüsse
  • 1 Teelöffel geriebener Ingwer
  • 1 1/2 Esslöffel frischer Zitronensaft und etwas abgeriebene Zitronenschale
  • 1 reife Banane
  • 1/4 Tasse Kokosnussöl, geschmolzen
  • 1 Teelöffel Vanillepulver
  • 1/4 Teelöffel Apfelessig (alternativ einfach mehr Zitronensaft)
  • Zutaten für die Füllung:
  • 1 Tasse Äpfel, in Scheiben geschnitten
  • 1/2 Tasse gehackte Walnüsse
  • Zutaten für die Streusel:
  • 1/4 Tasse Hafermehl (ich habe hier einfach Haferflocken verwendet)
  • 1 1/2 Esslöffel Kokosnussöl, geschmolzen
  • 1 1/2 Esslöffel Zucker (bei mir Dattelsüße)

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Kokosnussöl einfetten.
  2. Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel miteinander vermischen.
  3. Die feuchten Zutaten im Mixer oder mit einem Pürierstab zu einer sämigen Masse pürieren.
  4. Feuchte und trockene Zutaten zusammenfügen und mit einem Löffel gut durchmischen.
  5. Walnüsse und Apfelscheiben dazugeben.
  6. Den Teig auf das gefette Backblech geben.
  7. In der schmutzigen Schüssel alle Zutaten für die Streusel vermischen. Die Streusel auf den Teig im Blech geben.
  8. Bei 180 Grad für circa 25 Minuten backen.

Rezept nach: http://kblog.lunchboxbunch.com/2016/09/apple-walnut-crumble-coffee-cake-vegan.html

 

Hello Sunshine – mit selbstgemachtem Sesam-Schoko-Eis

Endlich Sommer! Zumindest an diesem  Wochenende, aber momentan weiß man ja leider nie, wann das Wetter wieder ins krasse Gegenteil umschlägt. Also schnell die neu erstandenen Eis-am-Stiel-Formen ausprobieren, bevor es dafür wieder zu kalt wird!

Natürlich soll das Eis kleinkindtauglich sein, was für mich heißt, ohne Zucker und anderes unnötiges Zeugs, aber so lecker, dass das keinem Kind auffällt 😉

Ein tolles Rezept für ein extrem leckeres und cremiges Schokoladen-Sesam-Eis finde ich bei der New Yorker Bloggerin Sassy Kitchen. Und bevor der Sommer wieder vorbei ist, teile ich es ganz schnell mit euch. Wenn ihr keine Eis-am-Stiel-Formen habt, könnt ihr die Masse auch einfach in einer runden Tupperdose einfrieren. Denkt dann nur daran, sie vor dem Essen circa 20 Minuten auftauen zu lassen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Cremiges Sesam-Schokoladen-Eis nach Sassy Kitchen (für 8 Eis-am-Stiel-Formen)

Sesammus-Schicht:

  • 2 Dosen Kokosmilch (über Nacht im Kühlschrank gekühlt)
  • 1 sehr reife Banane
  • 2 Esslöffel Sesammus (Tahin)
  • 2 Esslöffel Ahornsirup, Honig oder anderes alternatives Süßungsmittel
  • 1/2 Teelöffel gemahlene Vanille
  • 1 Prise Meersalz

Schokoladen-Schicht:

  • 2 große Bananen
  • 2 gehäufte Esslöffel Mandelmus
  • 2 Esslöffel Kakao
  • optional: 2 Esslöffel Kakaonibs
  • 1 Prise Meersalz

Für die Sesammus-Schicht: Kratzt aus der über Nacht im Kühlschrank gekühlten Dose Kokosmilch die festen Bestandteile heraus. Dabei handelt es sich um die Kokoscreme. Die flüssige Kokosmilch könnt ihr für etwas anderes verwenden oder einfach pur trinken. Mit der Banane, dem Sesammus, dem Ahornsirup, der Vanille und dem Meersalz im Mixer mixen. Wer keinen hat, kann auch einen Pürierstab verwenden. Aus dem Mixer in eine Schüssel umfüllen und kurz kühl stellen.

Für die Schokoladenschicht: Nun die zwei weiteren Bananen zusammen mit dem Mandelmus, dem Kakao und dem Meersalz mixen. Ganz zum Schluss die Kakaonibs mit einem Löffel unterheben. Alternativ könnt ihr auch gehackte Mandeln oder Cashewnüsse verwenden.

Nun die beiden Schichten nacheinander in die Eisformen füllen. Die Schokoladenschicht kommt nach oben. Am besten geht das mit einem kleinen Löffel. Für 4 bis 6 Stunden gefrieren lassen und dann genießen 🙂

Ach ja, um das Eis aus der Form herauszukriegen, lasst am besten etwas Wasser darüber laufen.

Eis am Stil; vegan; glutenfrei; zuckerfrei
Lecker! Foto: (C) Chris Kain https://www.instagram.com/carsabel/